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Australien gegen Tennis-Star : Nur Verlierer in der Djokovic-Saga

  • -Aktualisiert am

Im Mittelpunkt einer Saga: Novak Djokovic Bild: AFP

Endlich streicht Australiens Einwanderungsminister Novak Djokovic das Einreisevisum. Doch das Drama um den Tennis-Star hat längst alle Beteiligten beschädigt. Es wird lange dauern, bis die Wunden verheilen.

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          Endlich. Nach sechs Tagen strich der australische Einwanderungsminister Alex Hawke dem Tennis-Weltranglistenersten Novak Djokovic am Freitag das Einreisevisum. Nur damit seine Anwälte weiter darum ringen, ihn doch auf den Centre-Court in Melbourne zu bringen. Australien ist ein Rechtsstaat. Aber für immer mehr Australier sind die Wendungen des Systems, die langen Wartezeiten und das Ringen von Richtern und Regierungspolitikern schwer zu verstehen.

          Die Einreise des Serben, um seinen zehnten Titel „Down Under“ zu gewinnen, wurde zum Drama, das Australien, aber mindestens genauso dem Spitzensportler schadete. Das einzig Richtige wäre gewesen, den 34-Jährigen – und alle anderen Ungeimpften – gar nicht erst über die Grenze zu lassen. Angesichts der Schwere der Pandemie und der traditionellen Härte der Einreisepolitik Australiens haben die weitgehend undefinierten Grautöne der Bestimmungen allen geschadet.

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