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Aus für Siegemund in Melbourne : „Trotzdem ein großer Erfolg“

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Ausgeschieden in Australien: Laura Siegemund Bild: dpa

Der Begeisterung über ihren Coup gegen Asarenka folgt das Aus bei den Australian Open: Laura Siegemund ist dennoch nicht unzufrieden. Auch zwei weitere Deutsche verlieren.

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          Das deutsche Tennis-Aufgebot bei den Australian Open wird immer kleiner. Am vierten Turniertag schieden nach Laura Siegemund auch Philipp Kohlschreiber und Maximilian Marterer in der zweiten Runde aus.

          Marterer musste sich am Donnerstag dem an Position 28 gesetzten Franzosen Lucas Pouille mit 6:7 (8:10), 6:7 (8:10), 7:5, 4:6 geschlagen geben. In den ersten beiden Durchgängen vergab der Franke dabei jeweils Satzbälle.

          Kohlschreiber unterlag in einem hart umkämpften Match dem Portugiesen João Sousa 5:7, 6:4, 6:7 (4:7), 7:5, 4:6. Kohlschreiber musste sich Sousa an einem schwül-heißen Tag nach 4:18 Stunden geschlagen geben. Ein Aufschlagverlust zum 1:2 im fünften Satz und eine verpasste Chance, zum 4:4 auszugleichen, brachten die Entscheidung. Zum Anfang des vierten Satzes war die Partie für mehr als eine Stunde wegen Regens unterbrochen, auch danach gab es immer wieder Pausen, weil es tröpfelte.

          Laura Siegemund scheiterte als vorletzte der sechs deutschen Tennis-Damen in der zweiten Runde. Nach dem 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-27. Hsieh Su-Wei aus Taiwan ist nur Angelique Kerber in Melbourne in Runde drei dabei. Die Wimbledonsiegerin trifft am Freitag zur deutschen Vormittagszeit im letzten Spiel des Tages in der Rod-Laver-Arena auf die australische Außenseiterin Kimberly Birrell. Vor Siegemund waren bereits Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 14), Andrea Petkovic (Darmstadt), Mona Barthel (Neumünster) und Tatjana Maria (Bad Saulgau) ausgeschieden.

          Siegemund lässt acht Breakbälle liegen

          Zwei Tage nach ihrem überraschenden Erfolg gegen die frühere Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland konnte Siegemund nicht an diese Leistung anknüpfen. Gegen die 33 Jahre alte Hsieh, die sie bestens aus gemeinsamen Doppel-Auftritten kennt, lag Siegemund nach nur sieben Minuten schon 0:3 zurück. Gegen die sehr konstant agierende Asiatin machte die 30-Jährige zu viele Fehler, um es nach 2016 zum zweiten Mal unter die letzten 32 der Australian Open zu schaffen. Alleine acht Breakbälle ließ Siegemund liegen. Sie stemmte sich nach dem 2:5 im zweiten Satz zwar gegen das Aus, doch nach 93 Minuten musste sie sich der letztjährigen Achtelfinalistin geschlagen geben.

          Laura Siegemund bei ihrer Partie gegen Hsieh Su-Wei.

          „Trotzdem war das Turnier für mich ein großer Erfolg. Wenn sich die Enttäuschung erst einmal gesetzt hat, werde ich sehen, dass es ein großer Schritt nach vorne war“, sagte Siegemund, auf die nun ein Gespräch mit Jens Gerlach wartet. Der Fed-Cup-Teamchef braucht nach den Absagen von Kerber und Görges dringend Spielerinnen für die Partie in Braunschweig gegen Weißrussland (9./10. Februar). „Grundsätzlich bin ich immer am Fed Cup interessiert“, sagte Siegemund.

          Nach einem 2017 erlittenen Kreuzbandriss versucht Siegemund seit ihrer Rückkehr, an alte Form anzuknüpfen. Derzeit ist die Schwäbin die Nummer 110 der Weltrangliste, dürfte aber einen Schritt nach vorn machen.

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