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Tennis-Turnier Australian Open : Alexander Zverev steigert sich schnell

  • -Aktualisiert am

Kraftsparender Zweitrundenerfolg bei den Australian Open: Zverev Bild: Reuters

Alexander Zverev siegt souverän gegen Außenseiter John Millman und erreicht die dritte Runde der Australian Open. Yannick Hanfmann hingegen hat gegen Tennis-Star Rafael Nadal keine Chance.

          3 Min.

          Das Abendprogramm endete deutlich vor Mitternacht, denn vor allem am Ende hatte er es ziemlich eilig. Nicht mehr als zwei Stunden brauchte Alexander Zverev am Mittwoch zum Sieg der zweiten Runde gegen den Australier John Millman (6:4, 6:4, 6:0), und er fand zurecht, das sei eine Steigerung gewesen gegenüber Runde eins.

          Auch nach diesem Sieg gönnte er sich noch eine kurze Trainingseinheit. Es sei wichtig, mit einem guten Gefühl ins Bett zu gehen, sagte er, und die kleine, späte Schicht trage eben zu diesem guten Gefühl bei.

          Jetzt gegen Radu Albot aus Moldawien

          Tagsüber hatte er auch einen Blick auf die Spiele seiner deutschen Kollegen geworfen, in erster Linie auf die Partie von Yannick Hanfmann gegen Rafael Nadal. Der Spanier hatte die Sache zwar souverän im Griff, doch Hanfmann musste sich nicht vorwerfen, er habe nicht alles versucht. Für ihn habe sich das Spiel enger angefühlt, als es das Ergebnis glauben macht (2:6, 3:6, 4:6), meinte er und lag richtig.

          Da vor Hanfmann auch Dominic Koepfer und Oscar Otte verloren, waren am Ende des dritten Tages bei den Australian Open nur noch zwei von anfangs zwölf deutschen Spielerinnen und Spielern dabei: Zverev, für den es am Freitag gegen Radu Albot aus Moldawien weitergeht, und Philipp Kohlschreiber, der in der Nacht zu diesem Donnerstag gegen den Spanier Roberto Bautista Agut spielt.

          Zverevs bisherige Erfahrungen mit Albot stammen aus einer Zeit, in der er bei Grand-Slam-Turnier öfter in Spielen über fünf Sätze landete. Inzwischen nimmt er sich weniger Zeit. Sascha hat gut gespielt“, urteilte Eurosport-Experte Boris Becker und warnte trotzdem: „Das ist noch lange nicht vorbei.“

          Erst im Viertelfinale könnte es Zverev mit dem spanischen Weltklasse-Spieler Rafael Nadal zu tun bekommen, gegen den der Karlsruher Qualifikant Hanfmann 2:6, 3:6, 4:6 verlor. „Ich habe Sascha gefragt, wie ich ihn jetzt schlage, um ihn aus dem Weg zu räumen. Das hat nicht geklappt, Sascha muss das schon selber machen“, sagte die Nummer 126 der Welt und stufte seinen ATP-Cup-Teamkollegen für dieses mögliche Duell als „ein bisschen favorisiert“ ein.

          Hanfmann meinte angesichts seiner Niederlage, er brauche noch etwas Abstand, um stolz auf seine couragierte Leistung zu sein. Nadal, der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger aus Mallorca, aber verabschiedete ihn mit ermutigenden Lob: „Ich weiß, dass er gefährlich ist“, würdigte der Spanier Hanfmann: „Ich denke, sein Tennis-Level war heute viel höher als seine Ranglistenposition.“

          Koepfer und Otte verabschieden sich

          Auch Koepfer und Otte ereilte das Zweitrunden-Aus. Der Schwarzwälder Davis-Cup-Spieler Koepfer zog gegen den favorisierten Amerikaner Reilly Opelka in drei Sätzen mit 4:6, 3:6, 6:7 (4:7) den Kürzeren. US-Open-Achtelfinalist Otte konnte seinen Erfolg von New York nicht wiederholen und unterlag dem an Position 25 gesetzten Italiener Lorenzo Sonego mit 6:2, 2:6, 3:6 1:6. Bei den US Open im vergangenen Jahr hatte der Kölner Sonego in der ersten Runde besiegt und anschließend als Qualifikant mit dem Achtelfinale überrascht.

          Im Doppel erlebte das Duo Kevin Krawietz und Andreas Mies unterdessen eine erfolgreiche Grand-Slam-Rückkehr. Dank eines 7:6 (9:7), 6:3 gegen den Mexikaner Santiago Gonzalez und Andres Molteni aus Argentinien zogen die zweimaligen French-Open-Sieger in die zweite Runde ein. Ihr Comeback auf der ATP-Tour hatten Krawietz/Mies in der vergangenen Woche in Sydney gegeben, wo sie bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier seit mehr als einem Jahr ins Halbfinale kamen.

          „Ich habe ihn schon ab und zu vermisst“, erzählte Mies schmunzelnd. Anfang des vergangenen Jahres hatte sich der Kölner wegen eines schweren Knorpelschadens am Knie operieren lassen und anschließend monatelang pausieren müssen.

          „Ich glaube, dass uns die Pause, so blöd das war, vielleicht auch gar nicht so schlecht getan hat“, sagte Mies: „Manchmal ist es ja wie in einer Beziehung. Manchmal weiß man nicht mehr so richtig, was man an dem anderen hat und nimmt das ein so bisschen selbstverständlich. Bei uns war das nicht so wirklich der Fall. Aber in dem Jahr ist mir noch mal klar geworden, was wir für eine geile Partnerschaft haben.“

          Nur 52 Minuten benötigte bei den Damen die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty für ihren Einzug in die dritte Runde. Die Favoritin fertigte die italienische Qualifikantin Lucia Bronzetti mit 6:1, 6:1 ab. Barty trägt in Melbourne die Hoffnungen, als erste australische Tennisspielerin seit Chris O'Neil 1978 die Australian Open zu gewinnen.

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