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Australian Open : Wozniacki ist weg - beide Williams’ sind weiter

  • Aktualisiert am

Aus die Maus: Caroline Wozniacki scheitert an Victoria Azarenka Bild: dpa

Auch Caroline Wozniacki scheidet bei den Australian Open aus. Serena und Venus Williams erreichen in Melbourne im Gleichschritt die dritte Runde. Novak Djokovic bleibt souverän - auf und neben den Platzes.

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          Die letztjährige US-Open-Finalistin Caroline Wozniacki ist bei den Australian Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Die an Nummer acht gesetzte Tennisspielerin aus Dänemark unterlag am Donnerstag der zweimaligen Turniersiegerin Victoria Asarenka aus Weißrussland mit 4:6, 2:6. Die 25-jährige Asarenka feierte 2012 in Melbourne ihren ersten Grand-Slam-Sieg und verteidigte den Titel im darauffolgenden Jahr erfolgreich. Nach einigen Verletzungen ist die ehemalige Weltranglisten-Erste nur noch auf Platz 44 notiert und damit nicht gesetzt. In der dritten Runde trifft Asarenka auf Barbora Zahlavova Strycova aus Tschechien.

          Zuvor waren Serena und Venus Williams nacheinander in die dritte Runde eingezogen. Die 18-malige Grand-Slam-Turniersiegerin Serena setzte sich am Donnerstag in Melbourne gegen Vera Swonarewa aus Russland mit 7:5, 6:0 durch. Im ersten Durchgang wehrte die 33 Jahre alte Amerikanerin beim Stand von 3:5, 15:40 drei Satzbälle ab und gewann dann zehn Spiele in Serie. Ihre ein Jahr ältere Schwester Venus entschied ein amerikanisches Duell mit Lauren Davis mit 6:2, 6:3 für sich.
          Mona Barthel chancenlos

          Mona Barthel hat eine Überraschung gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova klar verpasst. Die 24-Jährige aus Neumünster musste sich am Donnerstag der an Nummer vier gesetzten Tschechin mit 2:6, 4:6 geschlagen geben. Nach 79 Minuten Spielzeit nutzte die Fed-Cup-Gewinnerin ihren ersten Matchball. Von den anfangs neun deutschen Tennis-Damen haben es damit nur zwei in die dritte Runde geschafft. Julia Görges und Carina Witthöft kämpfen am Freitag bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne um den Achtelfinal-Einzug.

          Kraftvoll wie gewohnt: Serena Williams bei ihrem Sieg in der zweiten Runde der Australian Open

          Die an Nummer sechs gesetzte Polin Agnieszka Radwanska kam gegen Johanna Larsson aus Schweden in nur 44 Minuten zu einem souveränen 6:0, 6:1-Erfolg. Zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier zählt die ehemalige Weltklassespielerin Martina Navratilova zum Trainerteam der früheren Wimbledon-Finalistin Radwanska.
          Djokovic lobt Smyczek

          Bei den Herren zog der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic mit einem lockeren Dreisatz-Sieg in die dritte Runde ein. Der von Boris Becker trainierte Serbe ließ Andrej Kusnezow aus Russland am Donnerstag bei seinem 6:0, 6:1, 6:4-Erfolg keine Chance. Nach nur 84 Minuten nutzte der 27-Jährige seinen zweiten Matchball gegen die Nummer 88 der Welt. Djokovic hielt sich nicht lange mit seinem Match auf, lobte vielmehr das sportlich-faire Verhalten des Qualifikanten Tim Smyczek am Vortag beim Fünf-Satz-Match gegen Rafael Nadal: „Ich habe die großartige Geste eines Gentlemans gesehen“, sagte Djokovic: „Darüber sollten die Leute reden. Das ist im Sport heute nicht mehr üblich. Es ist schön, etwas zu haben, das größer ist als der Sport. Fairplay und Sportgeist.“

          Beim Stand von 6:5 für Nadal im fünften Satz störte ein Zuschauer mit einem Zwischenruf den Linkshänder beim ersten Aufschlag, der prompt im Aus landete. Smyczek setzte sich beim Schiedsrichter dafür ein, dass Nadal die Chance zu zwei neuen Aufschlägen bekommen sollte. Der Spanier machte den Punkt und gewann wenig später auch das Match.

          Auch Titelverteidiger Stan Wawrinka kam weiter. Der 29 Jahre alte Schweizer setzte sich 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:3 gegen den rumänischen Qualifikanten Marius Copil durch. Wawrinka spielt jetzt gegen den Finnen Jarkko Nieminen. Gegen Nieminen war Qualifikant Matthias Bachinger als siebter von anfangs acht deutschen Tennis-Herren ausgeschieden. Der 27-Jährige aus Dachau verlor am Donnerstag gegen den Linkshänder 6:7 (4:7), 5:7, 5:7. Somit erreichte nur Benjamin Becker nach seinem Sieg über Lleyton Hewitt als einziger Deutscher die dritte Runde.

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