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Finale der Australian Open : Der nächste Anlauf gegen Djokovic

Novak Djokovic strebt schon seinen neunten Titel bei den Australian Open an. Bild: dpa

Achtmal stand Novak Djokovic in Melbourne im Endspiel, achtmal hat er gewonnen. So oft wie niemand sonst. Kommt es nun zur Wachablösung? Die Chancen von Daniil Medwedew sind gar nicht so schlecht.

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          Wenn an diesem Sonntag (9.30 Uhr bei Eurosport) der Russe Daniil Medwedew im Finale der Australian Open Novak Djokovic herausfordert, stellt sich die Tenniswelt einmal mehr eine altbekannte Frage: Kommt es nun endlich zu einer lang erwarteten Wachablösung? Medwedew ist in bestechender Form.

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          Durch seinen Sieg am Freitag im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas hat der Russe 20 Siege in Serie zu verzeichnen, zwölf davon gegen Spieler aus den Top-10 der Weltrangliste. Doch reicht es diesmal auch für Djokovic? Achtmal stand dieser in Melbourne im Endspiel, achtmal hat er gewonnen. So oft wie niemand sonst.

          Vor einigen Jahren hatten die Marketingexperten bei der Profi-Organisation ATP eine Idee. Die Frage, was eigentlich mit ihrem Produkt passieren würde, sollten Roger Federer, Rafael Nadal und eben Djokovic ihre großen Karrieren eines Tages beenden, beschäftigte sie schließlich schon lange.

          Tennis braucht neue Helden

          Wenn die prägenden Figuren der vergangenen beiden Dekaden verschwinden, braucht der Sport eben neue Helden, lautet damals wie heute die naheliegende Antwort. Doch woher sollten die kommen, solange die großen drei noch immer jeden Herausforderer eindrucksvoll in die Schranken wiesen?

          Die ATP schuf deshalb das Konstrukt der „NextGen“, der nächsten Generation für das Profitennis. Die besten Talente der Welt sollen seither mit diesem Stempel schon früh als die Stars von morgen aufgebaut werden. Sogar ihr eigenes Jahresabschlussturnier, äquivalent zum ATP-Finale der acht Jahresbesten, erhielten sie.

          Und tatsächlich: Die Namen, die sich in den Teilnehmer- und Siegerlisten finden, sind Tennisfans heute längst vertraut. Dominic Thiem war zwar schon zu alt und Alexander Zverev schon zu gut, um bei der Premiere 2017 in Mailand aufzutreten, doch beispielsweise Tsitsipas, Andrej Rublew oder Medwedew spielten alle einst bei dem Event der Nachwuchskräfte mit.

          Einzig mit der Ablösung der alten Helden hat es bis heute noch nicht so wirklich geklappt. Den einzigen Grand-Slam-Titel, der in den vergangenen vier Jahren nicht an Federer, Nadal oder Djokovic ging, holte im September der Österreicher Thiem. Damals waren allerdings Federer und Nadal nicht angetreten, und Djokovic hatte sich durch eine Disqualifikation selbst ausgeschaltet. Es bleibt ein kleiner Makel. Medwedew hat nun in Melbourne eine weitere Chance, den Zeitenwandel endgültig einzuleiten. Die „Next Gen“ begehrt auf. Mal wieder.

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