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Australian Open : Nadal im Schnelldurchgang ins Finale

Ohne Probleme weiter: Rafael Nadal steht bei den Australian Open im Finale. Bild: AFP

Der Höhenflug des Griechen Stefanos Tsitsipas endet abrupt: Rafael Nadal ist zu stark für den Federer-Bezwinger. Der Spanier zieht somit ohne Satzverlust im gesamten Turnier ins Finale ein.

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          Rafael Nadal ist nach zehn Jahren Wartezeit so heiß auf seinen zweiten Australian-Open-Titel wie der Sommer in Melbourne. Mit einer Tennis-Demonstration zog der Spanier in sein fünftes Endspiel Down Under ein und entzauberte im Griechen Stefanos Tsitsipas erneut einen Star der jungen Generation. Nach dem 6:2, 6:4, 6:0 am Donnerstag trifft der 32-Jährige am Sonntag (09.30 Uhr MEZ/Eurosport) entweder auf seinen langjährigen Rivalen Novak Djokovic aus Serbien oder den Franzosen Lucas Pouille. Bei den Damen erreichten Naomi Osaka als erste Japanerin und Petra Kvitova als erste Tschechin seit 28 Jahren das Endspiel am Samstag (09.30 Uhr MEZ/Eurosport).

          US-Open-Siegerin Osaka verhinderte mit dem 6:2, 4:6, 6:4 über Karolina Pliskova ein rein tschechisches Finale und greift nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel in Folge. Zudem hat die 21-Jährige wie Kvitova die Chance, die neue Nummer eins der Welt zu werden. Die zweimalige Wimbledonsiegerin stoppte zuvor bei extremer Hitze von 40 Grad mit 7:6 (7:2), 6:0 die amerikanische Überraschungs-Halbfinalistin Danielle Collins. So, wie sich Nadal an einem immer noch über 35 Grad warmen Abend gegen Tsitsipas präsentierte, hat er gegen den sechsmaligen Melbourne-Champion Djokovic oder den Halbfinal-Neuling Pouille beste Chancen auf seinen 18. Grand-Slam-Titel. „Es war ein großes Match, es ist ein großes Turnier. Dieser Platz, dieses Publikum geben mir diese unglaubliche Energie“, sagte der Titelträger von 2009. Sein Gegner wird erst am Freitag (09.30 Uhr MEZ/Eurosport) ermittelt. Der Weltranglisten-Zweite entnervte den anstürmenden Tsitsipas im Lauf der Partie zunehmend und gewann nach 1:46 Stunden.

          Erstes Turnier seit US Open

          „Es war eine andere Dimension von Tennis. Ich kenne niemanden, der so ein Talent hat“, sagte der enttäuschte Bezwinger von Titelverteidiger Roger Federer. Nadal meinte dazu: „Das gehört zum Spiel dazu. Jeder muss diese Erfahrung durchmachen. Heute Abend habe ich gut gespielt.“ Dabei bestreitet Nadal wegen verschiedener Verletzungen gerade sein erstes Turnier seit dem Halbfinale bei den US Open im vorigen September, in dem er wegen Knieproblemen aufgeben musste. Für sein Vorbereitungsturnier in Australien musste er absagen. „Vor ein paar Wochen in Brisbane, als ich eine Pause einlegen musste, war es schwer, mir vorzustellen, wo ich heute bin“, sagte er nun. Ähnliche Emotionen hatte Kvitova, nach dem verwandelten Matchball fehlte nicht viel, und die 28-Jährige hätte Tränen der Freude vergossen. Ein Einbrecher verletzte Kvitova vor zwei Jahren mit einem Messer schwer an der linken Schlaghand. Der Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Finale seit dem zweiten Wimbledontitel im Jahr 2014 bedeutete ihr alles, betonte sie.

          „Ehrlich gesagt, kann ich immer noch nicht richtig glauben, dass ich im Endspiel bin. Es ist irgendwie komisch, weil ich auch nicht wusste, ob ich jemals wieder Tennis spielen kann“, sagte Kvitova. Nun steht die Weltranglisten-Sechste nach dem insgesamt elften Sieg in den vergangenen knapp drei Wochen als erste Tschechin seit Jana Novotna 1991 im Finale in Australien. Der letzte tschechische Titel durch Hana Mandlikova liegt schon 32 Jahre zurück. Naomi Osaka bat beim ersten Matchball um überirdischen Beistand und hoffte, dass ihr Ass durch die Mitte wirklich auf der Linie war. Erst der Videobeweis zeigte, dass sie der Ball nach dem Aufschlag hauchdünn berührt hatte. „Ich habe alle möglichen Kräfte angerufen, damit dieser Ball drin ist“, erzählte die 21-Jährige, deren Sieg auch Australiens Hollywood-Star Nicole Kidman von der Tribüne aus sah.

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