https://www.faz.net/-gtl-a8htk

Kurioses bei Australian Open : Pöbelnde Zuschauerin sorgt für Ärger bei Nadal-Spiel

  • Aktualisiert am

„Ich kannte die Frau nicht und will sie auch nicht kennenlernen“; Rafael Nadal Bild: Reuters

Rafael Nadal gewinnt in der zweiten Runde bei den Australian Open locker. Unterbrochen wird das Spiel durch einen kuriosen Vorfall. Eine Zuschauerin benimmt sich gründlich daneben. Die Spieler reagieren erstaunlich gelassen.

          2 Min.

          Erst rief sie nur ständig beim Aufschlagversuch von Rafael Nadal dazwischen, dann zeigte sie den ausgestreckten Mittelfinger – und musste schließlich unter Buh-Rufen einiger Zuschauer von sage und schreibe fünf Menschen aus der Rod-Laver-Arena hinauskomplimentiert werden. Beim Zweitrunden-Match der Australian Open zwischen Nadal und dem Amerikaner Michael Mmoh hat ein weiblicher Fan am Donnerstag für eine kurze Unterbrechung gesorgt.

          Wissen war nie wertvoller

          Sichern Sie sich mit F+ 30 Tage lang kostenfreien Zugriff zu allen Artikeln auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Beim Stand von 6:1, 5:4 für Nadal hielt sich die Dame wiederholt nicht an die Gepflogenheiten im Tennis, wonach während der Ballwechsel zumindest so etwas Ähnliches wie Ruhe herrschen sollte. Beide Spieler reagierten erstaunlich gelassen auf das Verhalten der Zuschauerin, die allem Augenschein nach nicht mehr ganz nüchtern war.

          Nadal schmunzelte ein bisschen, jonglierte den Tennisball mit dem Fuß und musste dann herzhaft lachen. „Wir spielen weiter“, sagte schließlich der irische Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy – und Nadal servierte zum Satzgewinn zum zwischenzeitlichen 6:1, 6:4. Am Ende entschied Nadal das Duell für sich und erreichte die dritte Runde. Der Weltranglisten-Zweite gewann gegen die Nummer 177 der Rangliste 6:1, 6:4, 6:2.

          Der 34-Jährige steht damit zum 15. Mal bei den Australian Open in der dritten Runde. Den Titel holte Nadal dort bislang nur 2009. Sollte er in diesem Jahr triumphieren, wäre er der Tennisprofi mit den meisten Grand-Slam-Turniersiegen bei den Herren. Bislang haben Nadal und der in diesem Jahr fehlende Roger Federer je 20 Majors gewonnen. Zum Vorfall sagte er nur lachend: „Ich kannte die Frau nicht und will sie auch nicht kennenlernen.“ Nadal trifft in Runde drei auf den Briten Cameron Norrie.

          „Das war keine ideale Vorbereitung“

          Der Mallorquiner hatte zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen, konnte aus diesem Grund auch nicht beim ATP Cup in Melbourne spielen. „Es waren harte 15 Tage für mich mit meinen Rückenbeschwerden“, hatte Nadal nach seinem glatten Auftaktsieg gegen den Serben Laszlo Djere erklärt, „natürlich war es keine ideale Vorbereitung für mich.“ Sein letztes offizielles Match hatte Nadal zuvor im November im Halbfinale der ATP-Finals in London gegen den Russen Daniil Medwedew bestritten.

          Derweil hat der Spanier Feliciano Lopez bei den Australian Open einen beeindruckenden Rekord aufgestellt, dessen Dimension sich selbst im zahlen- und statistikverliebten Tennissport erst auf den zweiten Blick erschließt. Der 39 Jahre alte Linkshänder aus Madrid bestreitet in Melbourne sein 75. Grand-Slam-Turnier nacheinander!

          Seit den French Open 2002 hat Lopez bei keinem der vier großen Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und den US Open in New York gefehlt. 2001 trat er in Paris erstmals bei einem Grand Slam an. „Ich glaube, damals bin ich von Carlos Moya in der ersten Runde gekillt worden, wenn ich mich nicht täusche“, sagte Lopez am Donnerstag, nachdem er den an Nummer 31 gesetzten Italiener Lorenzo Sonego nach 0:2-Satzrückstand noch bezwungen hatte. 2002 begann seine wundersame Reise – nicht gestoppt von Verletzung oder anderen Widrigkeiten.

          Die Weltrangliste führt Lopez an Position 65, seine beste Plazierung war Rang 12. Sieben Titel hat er seit Beginn seiner Profi-Karriere 1997 gewonnen und ein Preisgeld von rund 17,6 Millionen Dollar verdient. Mittlerweile spielt er im vierten Jahrzehnt Tennis, arbeitet aber auch bereits als Turnierdirektor in Madrid. Sein Gegner in der dritten Runde: der 16 Jahre jüngere Russe Andrej Rubljow.

          Weitere Themen

          „Meine Güte HSV“

          Hamburg verliert in Sandhausen : „Meine Güte HSV“

          Der Hamburger SV kassiert auf seinem angestrebten Weg in Richtung Rückkehr in die Fußball-Bundesliga einen Dämpfer beim SV Sandhausen. Nach dem harmlosen Auftritt erntet der HSV Mitleid.

          Topmeldungen

          Eine Frau vor einem Halbleiterbild auf einer Messe in Schanghai

          Dramatischer Chip-Mangel : „Das ist wie Brandbekämpfung“

          Weil Halbleiter knapp sind, gerät die Produktion in Not. Doch die Engpässe der Hersteller werden erst in den kommenden Wochen so richtig bei den Kunden ankommen – und das verspricht wenig Gutes.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.