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Spektakel bei Australian Open : Nick Kyrgios und der große Zirkus von Oz

  • -Aktualisiert am

Komm an meine Brust: Thanasi Kokkinakis (links) und Nick Kyrgios jubeln über ihren Sieg. Bild: EPA

Die Australier Thanasi Kokkinakis und Nick Kyrgios liefern dem Publikum bei den Australian Open eine Riesenshow. Leidtragender ist der Deutsche Tim Pütz. Dieser sieht eine Grenze überschritten.

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          Die Zeiten sind ja lange vorbei, in denen die Schweden in bunten, großen Gruppen in Melbourne auftauchten, in blau-gelbe Flaggen gehüllt und in den Händen ein Bier. In der australischen Sommerhitze wirkte selbiges ziemlich schnell, und in dieser Verfassung begegneten die Schweden gern den jungen Australiern, die sich ähnlich auf Spiele ihrer Leute vorbereiteten. Es wurde also manchmal ziemlich laut auf den Tribünen, um das Mindeste zu sagen. Die Schweden tauchen kaum noch auf, und in diesem Jahr waren wegen der Pandemie so wenige Fans bei den Australian Open unterwegs wie seit Ewigkeiten nicht, aber was sich Dienstagnachmittag in der neuen Kia Arena abspielte, erinnerte an die alten, lauten Zeiten.

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          Auf den Rängen saßen die Fans von Thanasi Kokkinakis und Nick Kyrgios; sie brüllten, pfiffen, johlten und jubelten, animiert und dirigiert von den australischen Spielern. Auf der anderen Seite des Spielfeldes standen der Frankfurter Tim Pütz und dessen Partner Michael Venus aus Neuseeland, und die versuchten, in diesem Zirkus nicht den Überblick zu verlieren. Stuhl-Schiedsrichterin Eva Asderaki-Moore versuchte alles, was in ihrer Macht stand, Kokkinakis und Kyrgios und die Zuschauer daran zu erinnern, dass selbst im Zirkus gewisse Regeln gelten. Manchmal gelang es ihr, manchmal nicht; einmal lag ein deutlicher Unterton von Strenge in ihrer Stimme, als sie mahnte: „Meine Damen und Herren – es ist genug.“

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