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Tennisspieler Nick Kyrgios : Der rätselhafte Rebell aus Australien

  • -Aktualisiert am

So gefällt Nick Kyrgios den Australiern – als strahlender Sieger, der einfach ohne Mätzchen auskommt. Bild: AFP

Nick Kyrgios hat sich mit Respektlosigkeit, Ignoranz oder Frechheit selbst die Sympathien seiner australischen Landsleute verspielt. Jetzt jubeln sie ihm wieder zu. Das liegt auch an zwei besonderen Zuschauern.

          3 Min.

          Australien hat den verlorenen Sohn wieder aufgenommen. Als Nick Kyrgios am Freitag gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga auf dem Centre Court um den Einzug ins Achtelfinale der Australian Open kämpfte, da unterstützte ihn das einheimische Publikum, als wäre er einer ihrer Tennis-Helden der Vergangenheit wie Lleyton Hewitt oder Pat Rafter. Und als der 22 Jahre alte Schlaks aus Canberra nach 3:17 Stunden Spielzeit den ersten Matchball zum 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5) genutzt hatte, brüllten die Zuschauer vor Begeisterung.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Sogar Rod Laver strahlte in dem nach ihm benannten Tennis-Tempel über das ganze Gesicht – die Tennis-Legende, von der Kyrgios in den vergangenen Jahren so scharf attackiert worden war. Vor einem Jahr hatte der australische Volksheld seine Landsleute gar aufgefordert, damit aufzuhören, Kyrgios zu kritisieren, sondern sich anderen Talenten zuzuwenden, die ihre Aufmerksamkeit verdient hätten. Talenten, denen ihre Karriere wichtig wäre. Bei den Australian Open 2017 buhten die Zuschauer Kyrgios vom Platz, weil er gegen den Italiener Seppi bei 2:0-Satzführung die nächsten beiden Sätze scheinbar ohne Widerstand abgab und im entscheidenden Durchgang dann aus dem Turnier flog.

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