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Australian Open : Kvitova und Osaka spielen um den Titel und Platz eins

  • Aktualisiert am

US-Open-Siegerin Naomi Osaka steht im Finale der Australian Open. Bild: AFP

Danielle Collins warf Angelique Kerber und Julia Görges aus dem Turnier. Doch Petra Kvitova ist zu stark. Im Finale geht es gegen Naomi Osaka nicht nur um den Titel bei den Australian Open.

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          Petra Kvitova legte mit ihrem elften Sieg in Serie vor, doch Naomi Osaka verhinderte aufschlagstark ein tschechisches Endspiel: Die US-Open-Siegerin verwandelte im Halbfinale von Melbourne mit ihrem 15. Ass ihren ersten Matchball gegen Kvitovas Landsfrau Karolina Pliskova zum 6:2, 4:6, 6:4. Vier Monate nach dem Triumph in New York spielt die 21 Jahre alte Japanerin bei den Australian Open um ihren zweiten Grand-Slam-Titel.

          Ihr in den Weg stellt sich am Samstag (9.30 Uhr MEZ bei Eurosport) die zweimalige Wimbledonsiegerin Kvitova (28), die in 1:34 Stunden den Siegeszug der Amerikanerin Danielle Collins beendete. Kvitova gewann 7:6 (7:2), 6:0, im zweiten Satz ließ sie ihrer Gegnerin, die zuvor Angelique Kerber (Kiel) und Julia Görges (Bad Oldesloe) aus dem Turnier geworfen hatte, keine Chance.

          „Das Finale bedeutet alles für mich“, sagte Kvitova, die 2011 und 2014 im All England Club triumphiert hatte: „Endlich habe ich es bei einem Major wieder so weit geschafft.“ Im Endspiel steht nicht nur der erste Grand-Slam-Titel der Saison, sondern auch die Führung in der Weltrangliste auf dem Spiel. Kvitova oder Osaka lösen am Montag die Rumänin Simona Halep an der Spitze ab.

          Osaka legte in der ersten halben Stunde den Grundstein für ihren Finaleinzug. Zumindest sprach die Statistik deutlich für sie: 58 Matches in Folge hatte sie zuvor nach dem Gewinn des ersten Satzes für sich entschieden. Für die Nummer 59 musste sie jedoch lange kämpfen. Pliskova ließ wie im Viertelfinale, als sie gegen Serena Williams (Vereinigte Staaten) vier Matchbälle abgewehrt hatte, nicht locker. Erst nach 1:53 Stunden durfte Osaka jubeln. „Ich habe erwartet, dass sie zurückkommt, ich wusste, dass es ein harter Kampf wird“, sagte Osaka.

          Die Partie in der Rod-Laver-Arena fand unter dem geschlossenen Dach statt, Kvitova und Collins hatten noch im Freien angefangen. Bei Temperaturen von fast 40 Grad trat aber schon im ersten Satz bei 4:4 die turniereigene Regel für extreme Hitze in Kraft. Nach der kurzen Pause und geschützt vom Dach dominierte Kvitova das Match beinahe nach Belieben. Ihr Sieg fiel klarer aus als noch beim Vorbereitungsturnier in Brisbane zum Anfang des Jahres.

          „Im ersten Satz war ich sehr nervös“, gab Kvitova zu. Als das Dach geschlossen wurde, sei sie noch „glücklicher als die Fans“ gewesen, die es zuvor in der Sonne kaum ausgehalten hatten. „Ich mag es, in der Halle zu spielen“, sagte Kvitova, „und ich liebe Endspiele.“ Tatsächlich ist ihre Bilanz beeindruckend: Von 32 Finals gewann Kvitova bislang 25 - zuletzt beim WTA-Turnier in Sydney. Gegen die furchtlose Osaka hat sie bislang allerdings noch nie gespielt.

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