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Australian-Open-Finale : Die besondere Rekordjagd des Roger Federer

  • -Aktualisiert am

Auch mit 36 Jahren ist Roger Federer noch einer der besten Tennisspieler der Welt. Bild: dpa

Mit 36 Jahren will Roger Federer im Finale der Australian Open gegen Marin Cilic seinen 19 Grand-Slam-Titeln einen weiteren folgen lassen. Und er verrät, wann er seine Tennis-Karriere beenden möchte.

          4 Min.

          Zahlen, Zahlen, Zahlen. Im Tennis wird alles festgehalten, registriert, katalogisiert. Die höchste und die durchschnittliche Aufschlaggeschwindigkeit jedes Spielers, wie viele Breakbälle abgewehrt und verwandelt worden sind, wie viele Punkte beim zweiten Aufschlag gewonnen wurden, wie viele am Netz und wie viele von der Grundlinie. Der Wert und die Aussagekraft der meisten Zahlenspielereien sind recht zweifelhaft. Aber dann gibt es Statistiken, die sprechen für sich. 20! Roger Federer kann im Finale der Australian Open an diesem Sonntag (9.30 Uhr MEZ bei Eurosport1) seinen 20.Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier sichern. Zum Vergleich die Titelsammlungen der alten Tennishelden – Boris Becker brachte es auf sechs Siege, John McEnroe und Mats Wilander auf sieben, Ivan Lendl, Andre Agassi und Jimmy Connors auf acht, Rod Laver und Björn Borg auf elf, Pete Sampras auf 14. Und auch die Rivalen seiner Zeit, Rafael Nadal (16) und Novak Djokovic (12) reichen nicht an den 36 Jahre alten Schweizer heran. 20 – eine Zahl, die Federer in eine eigene Klasse heben würde.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          20 – dem Tennis-Star fällt wenig dazu ein. „Was soll ich sagen?“, fragt er erst mal zurück, und da er ein freundlicher Mensch ist und sich als Botschafter seines Sports versteht, bemüht er sich dann doch um eine ausführlichere Antwort. „Es ist eine besondere Zahl. Aber auch die 19 (Grand-Slam-Sieg) und die 8 (Wimbledonsieg) in Wimbledon 2017 waren schon besonders. Im Stadium meiner Karriere bedeutet fast jeder Sieg einen Rekord.“ Man merkt es sofort – Rekorde zu brechen, ist nicht Federers Antrieb, eher Abfallprodukt. Eigentlich treibt den Schweizer gar nichts mehr, er geht seinem Wunsch nach, so lange das zu tun, was er am besten kann – Tennis spielen und damit die Jugendzeit immer weiter hinaus zu schieben. Federer setzt sich kein Zeitlimit, solange er gesund ist und Spaß hat, spielt er weiter. Ganz wichtig dabei ist das werte Befinden seiner Familie, seiner Frau und vier Töchter, die mit ihm auf Reisen gehen. „Wenn meine Frau oder Kinder keine Lust mehr haben sollten auf dieses Leben, könnte ich ganz schnell aufhören.“

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