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Scharapowas Zukunft ungewiss : „Ich habe keine Glaskugel“

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„Es ist schwer für mich zu sagen, was in den nächsten 12 Monaten passiert“, sagt Maria Scharapowa nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open. Bild: EPA

Bei den Australian Open scheidet der frühere Superstar Scharapowa wieder in der ersten Runde aus. Aus dem deutschen Lager lösen Siegemund und Gojowczyk ihre ersten Aufgaben.

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          Nach ihrer dritten Grand-Slam-Auftaktniederlage nacheinander hat die einstige Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa eine Rückkehr zu den Australian Open offen gelassen. „Ich weiß es nicht“, sagte die 32 Jahre alte Russin am Dienstag in Melbourne. „Ich habe keine Kristallkugel um vorherzusagen, ob ich das kann oder werde. Wollen würde ich auf jeden Fall.“

          Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin belegt in der Weltrangliste momentan Platz 145 und war nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld der Australian Open gekommen. Das 3:6, 4:6 gegen die Kroatin Donna Vekic bedeutete für sie die nächste Enttäuschung. Die frühere Nummer eins der Welt hatte die Australian Open 2008 gewonnen. Den letzten ihrer fünf Titel bei den vier großen Turnieren holte sie 2014 bei den French Open.

          Nach ihrer Doping-Sperre war Scharapowa im April 2017 auf die Tennis-Tour zurückgekehrt, hatte aber nicht wieder ihr früheres Niveau erreicht und fiel häufig aufgrund von Verletzungen aus.

          Siegemund eine Runde weiter

          Laura Siegemund ist dank eines Premierensiegs in die zweite Runde eingezogen. Die schwäbische Tennisspielerin gewann 6:1, 6:4 gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe, gegen die sie alle vorherigen fünf Partien verloren hatte. Die 31-jährige Siegemund hat nun am Donnerstag gegen die an zwei gesetzt Mitfavoritin Karolina Pliskova aus Tschechien eine äußerst schwierige Aufgabe vor sich.

          Zu stark für Antonia Lottner: Camila Giorgi.

          Für Qualifikantin Antonia Lottner und Tatjana Maria sind die Australian Open dagegen nach der ersten Runde beendet. Die 32-jährige Schwäbin Maria musste beim 0:6, 2:6 gegen die Amerikanerin Catherine Bellis eine herbe Niederlage hinnehmen. Die Stuttgarterin Lottner unterlag der Italienerin Camila Giorgi 3:6, 3:6. Mit drei Siegen in der Qualifikation hatte sich die Nummer 156 der Welt, die mit einem bandagierten linken Oberschenkel spielte, erstmals die Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier der Saison gesichert.

          Bei den Herren hat Außenseiter Cedrik-Marcel Stebe die Chance auf eine Überraschung nicht genutzt. Der 29 Jahre alte Tennisprofi aus Vaihingen verlor in fünf Sätzen gegen Benoit Paire 4:6, 6:3, 3:6, 7:6 (7:2), 0:6. Der launisch und wechselhaft spielende Franzose ist beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres an Position 21 gesetzt.

          Cedrik-Marcel Stebe kämpft über fünf Sätze gegen den Franzosen Benoit Paire.

          Peter Gojowczyk hat unterdessen das Duell zweier Qualifikanten für sich entschieden und den Einzug in die zweite Runde geschafft. Der 30 Jahre alte Münchner kam dank eines 7:6 (7:1), 6:3, 4:6, 6:0 gegen den Amerikaner Christopher Eubanks weiter. Gojowczyk trifft nun am Donnerstag als Außenseiter auf den an Position 27 gesetzten Spanier Pablo Carreno Busta.

          „Wie ein WM-Finale“

          Der Weltranglistenerste Rafael Nadal ließ dem Melbourne-Debütanten Hugo Dellien aus Bolivien beim 6:2, 6:3, 6:0 dagegen keine Chance. Damit bestand der Spanier die erste Prüfung auf dem erhofften Weg zu seinem zweiten Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. „Für Bolivien ist mein Match gegen Nadal wie ein WM-Finale“, hatte Dellien gesagt, der als erster Tennisprofi aus Bolivien an den Australian Open teilnahm.

          Dominic Thiem ist mit seinem neuen Coach Thomas Muster ein Einstand nach Maß gelungen. Der Weltranglistenfünfte aus Österreich gewann sein Auftaktmatch gegen Adrian Mannarino aus Frankreich mit 6:3, 7:5, 6:2. „Er ist eine wunderbare Ergänzung für mein Team. Er ist eine Legende. Ich hoffe, es macht sich bezahlt“, sagte Thiem nach dem Match über Muster. Der zweimalige French-Open-Finalist und der French-Open-Sieger von 1995 arbeiten seit vorvergangener Woche offiziell zusammen.

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