https://www.faz.net/-gtl-96dvg

Australian Open : Zverev-Bezwinger Chung nicht zu stoppen

  • Aktualisiert am

Als erster Südkoreaner steht Hyeon Chung im Halbfinale der Australian Open. Bild: dpa

Im Achtelfinale der Australian Open schaltete er Alexander Zverev aus. Nun ist Chung Hyeon unter den besten vier Spielern in Melbourne. Auch Titelverteidiger Roger Federer steht im Halbfinale.

          2 Min.

          Als erster südkoreanischer Tennisprofi überhaupt hat Chung Hyeon das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Bei den Australian Open in Melbourne entschied der 21-Jährige sein Viertelfinal-Duell mit dem Amerikaner Tennys Sandgren am Mittwoch in 2:28 Stunden mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:3 für sich. In der Vorschlussrunde trifft Chung am Freitag nun auf Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz. In der dritten Runde hatte Chung den Hamburger Alexander Zverev bezwungen und im Achtelfinale den sechsmaligen Australian-Open-Champion Novak Djokovic aus dem Turnier geworfen. Chung ist die Nummer 58 der Welt.

          Gegen Federer wird das Halbfinale allerdings wohl eine größere Herausforderung. Der Gewinner der Australien Open 2017 befindet sich momentan in einer bestechenden Form, die er in seinem zehnten Grand-Slam-Duell mit Tomas Berdych abermals unter Beweis gestellt hat. Der 36 Jahre alte Federer gewann 7:6 (7:1), 6:3, 6:4 und erreicht damit zum 14. Mal das Halbfinale des Turniers, bislang noch ohne Satzverlust.

          Diagnose bei Nadal

          Der Tennis-Weltranglisten-Erste Rafael Nadal zog sich bei seiner Aufgabe im Viertelfinale eine Verletzung am Hüftbeuger zugezogen und muss rund drei Wochen pausieren. Das teilte das Management des Spaniers am Mittwoch nach einer Untersuchung in einem Krankenhaus in Melbourne mit. In zwei Wochen wolle er wieder mit dem Training beginnen. Sein Turnier-Comeback strebt Nadal für Ende Februar in Acapulco an. Der 31-Jährige hatte am Dienstag gegen den Kroaten Marin Cilic beim Stand von 6:3, 3:6, 7:6 (7:5), 2:6, 0:2 aufgeben müssen.

          Jan-Lennard Struff trifft derweil mit seinem japanischen Doppelpartner Ben McLachlan im Halbfinale auf Oliver Marach und Mate Pavic. Das österreichisch-kroatische Tennis-Duo setzte sich am Mittwoch gegen Marcus Daniell/Dominic Inglot (Neuseeland/Großbritannien) 6:4, 6:7 (10:12), 7:6 (7:5) durch. Das Doppel-Halbfinale ist für Donnerstag 13.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MEZ) angesetzt. Marach und Pavic sind an Position sieben gesetzt.

          Tennis-Legende John McEnroe kann sich unterdessen zumindest als Teilzeit-Coach eine Rückkehr in den Trainerjob vorstellen. „Ich kann nicht 30 Wochen lang unterwegs sein auf der Tour. Acht bis zehn Wochen könnte ich aber schaffen“, sagte der 58-Jährige der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). Vor zwei Jahren hatte der frühere Weltranglisten-Erste aus den Vereinigten Staaten phasenweise den Kanadier Milos Raonic als Coach beraten. „Ich könnte mir immer noch eine Aufgabe vorstellen, wie es bei Milos ablief. Als eine Art Berater, der aber nicht Vollzeit arbeitet“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger.

          Sympathien bekundete McEnroe für den 18 Jahre alten Kanadier Denis Shapovalov, der wie Alexander Zverev oder der südkoreanische Australian-Open-Halbfinalist Hyeon Chung zur Generation der vielversprechendsten Nachwuchsprofis zählt. „Er würde mich interessieren. Er erinnert mich tatsächlich an mich, vor 30, 40 Jahren“, sagte McEnroe über Shapovalov.

          Weitere Themen

          Zverev weiter, Thiem trennt sich von Muster

          Australian Open : Zverev weiter, Thiem trennt sich von Muster

          Alexander Zverev hat keine Mühe beim Einzug ins Achtelfinale. Die Zusammenarbeit zwischen den Österreichern Dominic Thiem und Thomas Muster war derweil ein kurzes Vergnügen. Thiem gewinnt dennoch sein Spiel – wie auch Rafael Nadal und Nick Kyrgios.

          Topmeldungen

          Wegbereiter eines großen Erfolgs: Almamy Toure (Mitte) lässt sich von Timothy Chandler feiern.

          2:0 gegen Leipzig : Frankfurt stoppt den Tabellenführer

          Ein Sieg wider die Gerechtigkeit: Die Frankfurter Eintracht besiegt das lange überlegene Team von RB Leipzig dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei. Touré ebnet den Weg. Und der Spitzenreiter stolpert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.