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Australian Open : Zverevs doppelte Wandlung

  • -Aktualisiert am

Alexander Zverev hat wieder einigen Grund zum Jubeln, auch wenn er das Finale verpasst. Bild: AFP

Wie sich Alexander Zverev aus seinem sportlichen Tief zu Jahresbeginn herausgearbeitet hat und ins Halbfinale der Australian Open einzog, ist aller Ehren wert. Noch viel erstaunlicher ist aber die zweite Wandlung – außerhalb des Platzes.

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          Ist er das wirklich? Die Tennisfans haben sich in den vergangenen zwei Wochen zu häufig nachtschlafener Zeit die müden Augen gerieben, wenn sie Alexander Zverev in Melbourne verfolgten. Das Erstaunen galt zunächst einmal seinem Auftreten auf dem Platz, denn aus dem verzweifelt wirkenden Spieler, der gerade noch beim ATP-Cup in der größten Formkrise seines Profilebens gesteckt hatte, der Doppelfehler an Doppelfehler gereiht hatte und durch Wutausbrüche aufgefallen war, wurde von Runde zu Runde ein immer souveräner auftretender, sehr fokussierter Athlet – und das Ganze garniert mit einer Aufschlagstärke, als habe es da nie eine Schwäche gegeben.

          Wie sich Zverev aus diesem Tief zu Beginn des Jahres herausgearbeitet hat, ist aller Ehren wert. Bis zu sieben Stunden soll er täglich trainiert haben, um diese Krise zu überwinden. Das war auch das Eingeständnis einer Fehlplanung in der Saisonvorbereitung, die aufgrund des Südamerika-Trips mit Roger Federer im November erlebnistechnisch ein Gewinn, trainingswissenschaftlich gesehen aber problematisch war. Das aber in Rekordzeit ins beste Ergebnis bei Grand-Slam-Turnieren umzuwandeln ist eine ganz besondere Kunst.

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