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Start der Australian Open : Zverev gewinnt deutsches Duell – Debakel für Petkovic

  • -Aktualisiert am

Glanzlos eine runde weiter: Alexander Zverev in Melbourne Bild: AP

In der ersten Runde ist Schluss für Tatjana Maria und Andrea Petkovic. Für vier deutsche Herren läuft es besser. Darunter Alexander Zverev, der gegen Daniel Altmaier nicht gut spielt und doch gewinnt.

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          Der Tag brauchte ein wenig, bis er in Gang kam. Bis er so aussah, sich so anfühlte wie der erste Tag beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, normalerweise ein Ereignis wie der Debütantenball. Mit Schmetterlingen im Bauch, einer leichten Ungewissheit, aber auch der Vorfreude auf alles, was passieren kann.

          Diesmal war der Himmel grau, die Temperatur mäßig, und im Melbourne Park hielt sich der Andrang in Grenzen. Man hatte das Gefühl, als müssten sich alle noch von den Ereignissen der Woche zuvor erholen, der Causa Djokovic mit ihrer lähmenden Ungewissheit. Doch nach ein paar Stunden hatte sich im Sonnenschein alles wieder eingespielt, und vielleicht wird aus diesen Australian Open 2022 ja doch bald ein schwungvoller Tanz.

          Zverev auf der Suche nach dem Rhythmus

          Alexander Zverev machte im letzten Spiel dieses ersten Tages den Eindruck, als brauche auch er noch eine Weile, um den richtigen Rhythmus zu finden. Zwei Stunden und 38 Minuten gönnte er sich zum Sieg gegen den ein Jahr jüngeren deutschen Kollegen Daniel Altmaier (7:6, 6:1, 7:6). Es war, wie so oft im ersten Spiel eines Turniers, ein Auftritt mit Phasen der Unsicherheit im Wechsel mit überzeugenden Momenten.

          Altmaier versuchte alles, um Zverev unter Druck zu setzen, er sammelte Pluspunkte mit seiner großartigen einhändigen Rückhand und war schnell auf den Beinen. Aber wenn es um die entscheidenden Punkte ging, dann gab Zverev Gas, und das reichte am Ende zum Sieg. Es sei nicht allzu viel nach Plan gelaufen, außer dass er gewonnen habe, meinte er hinterher, aber irgendwie sei es für ihn ein gutes Spiel gewesen, um ins Turnier zu kommen.

          Am Mittwoch wird es für den Olympiasieger und Sportler des Jahres mit der Partie gegen den Australier John Millman weitergehen, und das wird sicher auch kein Selbstläufer werden. Millman ist jener Mann, der vor zwei Jahren in Melbourne einen großartigen Auftritt in fünf Sätzen gegen Roger Federer hinlegte, mit dem er die Leute von den Sitzen riss.

          Federer kam seinerzeit mit Müh und letztem Einsatz durch, doch Zverev braucht keine fremden Spiele, um zu wissen, wie gefährlich der Australier ist. Bei den French Open 2019 brauchte auch er fünf Sätze zum Sieg, und auch vor zwei Jahren beim Hallenturnier in Köln kam er nicht ohne Satzverlust durch. Seine Stimmung am Ende des ersten Tages? Ganz okay.

          Uneingeschränkt glücklich dagegen war Qualifikant Yannick Hanfmann, der nach diversen gescheiterten Versuchen in der Vergangenheit zum ersten Mal ein Spiel im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers gewann und das in einer Atmosphäre, von der er sagt, er werde sie so schnell nicht vergessen. Die Australier waren in voller Stärke erschienen, um ihren Mann Thanasi Kokkinakis zu unterstützen, der zwei Tage zuvor beim Turnier in Adelaide den ersten Titel seiner Karriere gewonnen hatte. Hanfmann sog die Atmosphäre mit Vergnügen auf und gewann in drei Sätzen. In der nächsten Partie wird er in einer noch größeren Arena als beim stimmungsvollen Sieg gegen den Australier landen, denn sein nächster Gegner heißt Rafael Nadal.

          Mit Auftaktsiegen sorgten zudem Dominik Koepfer, der trotz Armproblemen weiterkam, sowie Oscar Otte für Lichtblicke. Einen Kontrast zum glücklichen Hanfmann bildete allerdings Andrea Petkovic. „Einfach ein schrecklicher Tag für mich heute“, haderte die Darmstädterin nach ihrem Chancenlos-Auftritt und 2:6, 0:6 gegen die tschechische French-Open-Gewinnerin Barbora Krejcikova. „Es war heute der erste Tag in zwei Monaten, der so lief. Aber das zeigt nur, dass die Tennis-Götter einen immer wieder überraschen.“

          Weil auch Tatjana Maria trotz einer guten Leistung gegen die Griechin Maria Sakkari mit 4:6, 6:7 (2:7) ausschied, kann nur noch Angelique Kerber die komplette Ernüchterung bei den Damen verhindern. Ohnehin standen nur drei deutschen Spielerinnen im Hauptfeld. Kerber greift am Dienstag ins Turniergeschehen ein.

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