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Alexander Zverev im Halbfinale : „Ich habe sechs, sieben Stunden trainiert“

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„Ich habe es vielleicht zu sehr gewollt“: Alexander Zverev Bild: dpa

Zum ersten Mal erreicht Tennisspieler Alexander Zverev bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere das Halbfinale. Dabei steckte er vor kurzem noch in der Krise. Nun verrät er, warum es plötzlich so bergauf geht.

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          Nach dem 1:6, 6:3, 6:4, 6:2 über den Schweizer Stan Wawrinka und seinem erstmaligen Einzug ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers hat Tennisspieler Alexander Zverev über seinen Erfolg gesprochen. Seine Chance auf das Erreichen des Endspiels der Australian Open ist nach dem desaströsen Jahresauftakt eine Überraschung. In Melbourne erklärte der 22 Jahre alte Hamburger am Mittwoch auch seinen Wandel. Fragen und Antworten wurden in der englischen und deutschen Pressekonferenz vor einer Gruppe von Journalisten aufgezeichnet.

          Was hat sich nach dem ersten Satz verändert?

          Im zweiten Satz habe ich einfach versucht, meine Intensität hochzubringen, die war relativ niedrig. Ich habe den Ball nicht richtig gespürt. Ich habe alle meine Matches am Abend gespielt, wenn es kalt war. Es war viel heißer, der Ball flog viel schneller und weiter. Ich konnte ihn nicht so gut kontrollieren. Ich habe mich irgendwann daran gewöhnt.

          Was hat sich nach den Niederlagen und dem erschreckenden Auftritt beim ATP Cup in Brisbane gewandelt?

          Es ist alles in der Trainingswoche passiert. Ich habe sechs, sieben Stunden trainiert. In Brisbane hatte ich keine Zeit, mich richtig vorzubereiten. Ich habe einfach zehn Tage vor den Australian Open sechs, sieben Stunden auf dem Platz verbracht. Ich habe gesagt, es wird ein Prozess sein. Irgendwann kommen dir die Stunden zu Gute und du hast das Gefühl, hast wirklich das Vertrauen in den Schlägen.

          Wie hat sich die Herangehensweise bei den Grand-Slam-Turnieren verändert?

          Ich habe es vielleicht zu sehr gewollt. Ich habe Dinge zu professionell gemacht. Ich habe mit niemandem geredet. Ich bin nicht mit Freunden ausgegangen. Ich habe das diese Woche etwas verändert. Ich bin relaxter. Ich mache viel mehr Dinge außerhalb des Platzes. Wenn ich auf dem Tennisplatz bin, konzentriere ich mich voll.

          Sind Sie sich der historischen Dimension des Halbfinal-Einzugs bewusst? 2009 war Tommy Haas in Wimbledon der zuvor letzte Deutsche, der bei den Herren ein Grand-Slam-Halbfinale erreichte.

          Ne, das wusste ich nicht. Wenn man mich anspricht, weiß ich es ungefähr. Aber über solche Sachen denkt man nicht nach. Man denkt mehr über sich nach und wie man das Match gewinnt.

          Sie strahlen eine unglaubliche Ruhe aus, auch nach dem 1:6. Wie haben Sie das hinbekommen?

          Vielleicht werde ich älter. Weiß ich nicht. Es wird immer noch passieren, dass ich einen Schläger kaputt mache, aber hoffentlich nicht diese Woche. Ich habe versucht, das zu ändern - mit ruhigen Sachen im Kopf.

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