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Australian Open : Warum Zverevs Siege ein bisschen unheimlich sind

  • -Aktualisiert am

„Ich habe hier in Melbourne wirklich am Anfang nicht viel überlegt“: Alexander Zverev Bild: Reuters

Vor kurzem noch steckte Alexander Zverev in einer veritablen Krise. Bei den Australian Open kann er nun zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreichen. Wie kann das sein?

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          Ist das wirklich derselbe Typ, der vor drei Wochen in Brisbane so aussah, als wisse er weder ein noch aus? Der sich unwohl und überfordert fühlte und das letzte Spiel nur noch hinter sich bringen wollte? Doch, er ist es, im geringelten T-Shirt und mit frischer Moral. „Ich habe hier in Melbourne wirklich am Anfang nicht viel überlegt“, sagte Alexander Zverev am Montagabend nach seinem eindrucksvollen Sieg (6:4, 6:4, 6:4) gegen den bisher erfolgreichsten Spieler des Jahres, Andrej Rublew. „Dann wurde es von Runde zu Runde besser, und jetzt freue ich mich, dass ich auf diesem Level bin.“ An diesem Mittwoch im Spiel gegen den Schweizer Stan Wawrinka wird er versuchen, zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers zu erreichen; eine Aussicht, die sich kaum einer vorstellen konnte, der ihn vor kurzem beim ATP Cup geisterhaft verlieren sah.

          Irgendwie ist es inzwischen fast ein bisschen unheimlich, wie souverän Zverev Spiele gewinnt. Zum ersten Mal in seiner Karriere gönnte er sich vier Siege ohne Satzverlust; neben Milos Raonic aus Kanada ist er in Melbourne dieser Tage der einzige, der immer den direkten Weg ging. Auch gegen Rublew schlug er extrem gut auf, ließ keinen einzigen Breakball zu und wirkte so sicher, dass man schon nach weniger als einer Stunde den Eindruck hatte, dieses Ding werde er nicht mehr verlieren. „Ich hab viel dafür gearbeitet, hab viel dafür getan, damit es besser wird“, erklärte er eine Stunde nach dem Sieg. „Jetzt sind nur noch die besten acht da, und ich freue mich, dass ich dazu gehöre.“

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