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Australian Open : Wieder will ein Schwede Schüttler ärgern

  • Aktualisiert am

Noch ohne Sieg in diesem Jahr: Rainer Schüttler Bild: REUTERS

Ob Rainer Schüttler wieder das Finale der Australian Open erreicht? Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres wurde ihm zunächst der junge Robin Söderling zugelost. Auch die anderen deutschen Spieler stehen vor lösbaren Aufgaben.

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          Auch zum Grand-Slam-Auftakt 2004 möchte ein junger Schwede Rainer Schüttler alt aussehen lassen: Der 19 Jahre alte Robin Söderling will Schüttler bei den Australian Open 2004 den abermaligen Durchmarsch ins Finale schnell verbauen. „Er ist der Beste aus dem schwedischen Nachwuchs. Das wird sehr unangenehm", sagte Schüttlers Trainer Dirk Hordorff am Freitag nach der Auslosung in Melbourne. Erst am Montag dieser Woche war der in diesem Jahr noch sieglose Schüttler in Sydney gegen den schwedischen Youngster Joachim Johansson ausgeschieden.

          Insgesamt stehen erst fünf deutsche Herren und zwei deutsche Damen im Hauptfeld des ersten Tennis-Grand-Slam-Turniers in diesem Jahr. Das schwerste Erstrunden-Los erhielt Marlene Weingärtner mit der Weltranglisten-Zweiten Kim Clijsters. Ob die Belgierin nach ihrer schweren Bänderdehnung rechtzeitig fit wird, ist jedoch fraglich. Marlene Weingärtner leidet ihrerseits an einer Bauchmuskelzerrung und will am Samstag versuchen, erstmals in Melbourne zu trainieren. „Das kann ja lustig werden. Am Ende gewinnt, wer länger durchhält“, meinte sie scherzhaft zu ihrem Match.

          Kohlschreiber im Viertelfinale ausgeschieden

          Vor einer lösbaren Aufgabe steht Nicolas Kiefer gegen den Italiener Filippo Volandi, danach könnte jedoch French-Open-Sieger Juan Carlos Ferrero aus Spanien warten. Sollte sich Schüttler durchsetzen, träfe er auf den Franzosen Nicolas Escudé, zuletzt Turniersieger in Doha, oder Hyung-Taik Lee aus Südkorea. Sein Freund Lars Burgsmüller würde bei einem Erfolg über den Tschechen Bohdan Ulihrach auf US-Open-Sieger Andy Roddick treffen, falls der topgesetzte Amerikaner zuvor seine schwere Aufgabe gegen den Chilenen Fernando Gonzalez meistert.

          Wimbledon-Viertelfinalteilnehmer Alexander Popp erhielt Schüttlers jüngsten Bezwinger Johansson zugelost. Daviscup-Spieler Tomas Behrend trifft auf Jürgen Melzer aus Österreich, Anca Barna auf die Kanadierin Maureen Drake. In der Qualifikation schaffte der Münchner Florian Mayer eine Überraschung. Der 20jährige gewann unter den Augen von Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen 6:2, 6:4 gegen Harel Levy aus Israel. Levy gehört zum Daviscup-Team, das im April in Deutschland antreten muß. Mayer fehlt noch ein weiterer Sieg für einen Platz im Hauptfeld, im Rennen sind außerdem auch noch Anna-Lena Groenefeld, Angelika Bachmann, Sandra Kloesel und Stefanie Gehrlein. Daniel Elsner schied dagegen verletzt aus.

          Beim ATP-Turnier in Auckland scheiterte Philipp Kohlschreiber am Freitag am Slowaken Dominik Hrbaty. Das am Donnerstag wegen Regens unterbrochene Viertelfinale endete mit einem 6:1, 3:6, 6:3-Erfolg von Hrbaty, der am vorigen Wochenende das Turnier in Adelaide für sich entschieden hatte. Hrbaty revanchierte sich anschließend bei Titelverteidiger Gustavo Kuerten mit 6:3, 6:2 für das verlorene Vorjahres-Endspiel und trifft im Finale auf Spaniens Jungstar Rafael Nadal, der nach seinem ersten Turniersieg greift.

          Nalbandian fordert Agassi heraus

          Das Endspiel des Einladungsturniers in Melbournes Vorort Kooyong bestreiten am Samstag Titelverteidiger Andre Agassi und David Nalbandian. Der Argentinier gewann am Freitag in einem Klassespiel 3:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:4) gegen den Weltranglisten-Ersten Andy Roddick aus den Vereinigen Staaten. Nalbandian führte im dritten Satz schon 5:1, vergab dann aber zwei Matchbälle und mußte am Ende noch zittern.

          In Sydney sagte Lindsay Davenport ihr Halbfinale gegen die Weltranglisten-Erste Justine Henin-Hardenne aus Belgien ab. Die frühere Nummer eins der Welt leidet unter einer leichten Zerrung in der Schulter und will ihren Start bei den Australian Open nicht gefährden. Der zweimalige Sydney-Gewinner Lleyton Hewitt profitierte nach gewonnenem ersten Satz von der Aufgabe des Niederländers Martin Verkerk. Hewitts Endspielgegner ist der Spanier Carlos Moya, der zuletzt schon in Chennai erfolgreich war. Moya hatte keine Mühe beim 6:2, 6:1 über den Südafrikaner Wayne Ferreira. Das Finale beim kleinen WTA-Turnier in Canberra bestreiten am Samstag die Argentinierin Paola Suarez und Silvia Farina Elia aus Italien.

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