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Australian Open : Mayer ausgeschieden, fünf Deutsche weiter

  • Aktualisiert am

Eleganter Auftritt: Venus Williams Bild: AP

Der Aufsteiger des Jahres 2004 ist zwar ausgeschieden, aber ein Herrenquartett mit Damenbegleitung hat die nächste Runde erreicht. Damit sind die deutschen Starter bei den Australian Open in der Breite so gut wie seit drei Jahren nicht mehr.

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          Nach nur 70 Minuten und einem 1:6, 2:6, 0:6-Debakel gegen den Amerikaner James Blake waren für den deutschen Tennis-Aufsteiger des Jahres 2004, Florian Mayer, die Australian Open beendet. In Melbourne hatte der Bayreuther im Vorjahr mit dem einzigen deutschen Matchgewinn im Männerwettbewerb erstmals für Aufmerksamkeit gesorgt und seine sensationelle Saison begonnen.

          „Auf dem Platz war ich ein bißchen wie weggetreten“, sagte der tief enttäuschte Franke, der nur einen Sieg aus drei Turnieren in Australien mit nach Hause nimmt. „Seit dem Flug nach Australien bin ich krank und habe nicht mehr richtig trainiert. Ich weiß nicht, was es ist. Aber in den vergangenen Tagen ging es besser, und ich wollte unbedingt spielen. Aber ich darf auch keine Ausreden suchen.“

          Mayers Freund und Trainingspartner Philipp Kohlschreiber hatte zuvor als fünfter Deutscher die zweite Runde erreicht. Der Bamberger setzte sich zum Auftakt 7:6 (7:2), 6: 2, 6:1 gegen den Dänen Kenneth Carlsen durch und trifft nun auf den zweifachen Olympiasieger Nicolas Massu (Chile).

          Ohne Probleme in Runde eins: Lleyton Hewitt

          Ausgeschieden sind dagegen Lars Burgsmüller aus Mülheim und Marlene Weingärtner aus Leimen. Burgsmüller unterlag dem Russen Igor Andrejew 6:7 (2:7), 1:6, 2:6. Weingärtner verlor gegen die Italienerin Tathiana Garbin 5:7, 6:7 (5:7) und mußte sich damit wie im Vorjahr bereits im Auftaktmatch geschlagen geben.

          Nur eine deutsche Frau weiter

          Damit hat von den vier gestarteten deutschen Frauen nur Anna-Lena Grönefeld die zweite Runde erreicht. Nicht mehr dabei sind auch Anca Barna und Julia Schruff. Bei den Männern hatten am Montag Thomas Haas, Rainer Schüttler und Björn Phau ihre Auftaktbegegnungen gewonnen, ausgeschieden waren Nicolas Kiefer und Dieter Kindlmann. Australien Open: Schüttler und Haas weiter, Kiefer raus

          Die Favoriten gaben sich am zweiten Turniertag keine Blöße. Tim Henman, Andy Roddick und Lokalmatador Lleyton Hewitt überstanden den Auftakt ebenso sicher wie die topgesetzte Amerikanerin Lindsay Davenport, French-Open-Siegerin Anastasia Myskina und Venus Williams.

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          US-Open-Siegerin Swetlana Kusnetsowa hat nach einem positiven Doping-Befund ihre Unschuld beteuert und muß nach Lage der Dinge keine Konsequenzen befürchten. In der Probe bei einem Wohltätigkeitsturnier im belgischen Charleroi am 19. Dezember war bei der 19 Jahre alte Russin das Stimulanzmittel Ephedrin gefunden worden. Kusnetsowa erklärte dies mit der Einnahme eines Erkältungsmittels.

          Die Veranstaltung zählte nicht zur Profi-Tour der WTA. Deren Chef Larry Scott stellte sich vor Kusnetsowa und betonte, Ephedrin sei außerhalb der offiziellen WTA-Turniere nicht verboten. Dies stimmt mit den Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) überein.

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