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Australian Open : Medwedew mit Humor ins Halbfinale

  • -Aktualisiert am

Nach fünf Sätzen setzte sich Daniil Medwedew durch. Bild: dpa

Tennisprofi Daniil Medwedew zeigt sich nach einem fast fünfstündigen Kraftakt in Melbourne immer noch hellwach im Kopf. An seinen nächsten Gegner Tsitsipas richtet der Russe eine launige Botschaft.

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          Oh, Kanada – das war kein schlechter Beitrag aus dem Land des Wintersports zur Steigerung der Betriebstemperatur bei den Australian Open. Einen Tag nach dem Fünfsatzspiel von Denis Shapovalov gegen Rafael Nadal zog Felix Auger-Aliassime nach und nahm sich die Nummer zwei der Welt und des Turniers vor, Daniil Medwedew.

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          Aber wie der Freund an gleicher Stelle ging auch der zweite Kanadier nach einer Niederlage in fünf Sätzen vom Platz (7:6, 6:3, 6:7, 5:7, 4:6), allerdings nach einem großen Auftritt, der die Leute in der Rod Laver Arena zur mitternächtlichen Stunde mit einem doppelten Schwung unterhielt.

          Wie Medwedew aus der Nummer nach zwei verlorenen Sätzen rausgekommen war, wie er einen Matchball des Kanadiers Ende des vierten Satzes abgewehrt hatte, das wusste er hinterher selbst nicht so recht. Am Anfang, das war nicht zu übersehen, wirkte er im Gegensatz zu Auger-Aliassime ein wenig träge: Er spielte so, als führe er, dabei lag er bald zurück.

          Spannend und sehenswert

          Vielleicht war es ein Zeichen des Himmels, dass es noch Hoffnung zur Wende gab. Er führte im Tiebreak des dritten Satzes, als es zu regnen begann und das Dach über der Arena geschlossen wurde. Und in den knapp sieben Minuten, die dazu nötig waren, sortierte er sich. Und den letzten Impuls lieferte sicher der Matchball des Gegners bei 4:5 im vierten Satz, den er mit einem starken Aufschlag abwehrte.

          Der Kanadier spielte weiter mutig, doch längst gab nun auch Medwedew Gas, und was die beiden im letzten Satz zusammenfügten, das war im höchsten Maße spannend und sehenswert. Ein frühes Break zum 2:1 führte den Russen auf den Weg in Richtung Sieg, und mehr als 70 Minuten nach dem Matchball des Gegners endete die Partie. Sie dauerte vier Stunden und 42 Minuten und war damit mehr als zweieinhalb Stunden länger als der Auftritt jenes Mannes, gegen den Medwedew am Freitag im Halbfinale spielen wird.

          Stefanos Tsitsipas bot eine souveräne Vorstellung in drei Sätzen beim Sieg gegen Jannik Sinner aus Italien (6:2, 6:4, 6:3), und er hatte die restlichen Aufgaben des Tages längst hinter sich, als Medwedew noch lange bei der Arbeit war. Aber trotz der späten Stunde war dessen Humor noch ziemlich wach. „Nicht müde, Stef“, schrieb er mit blauem Stift auf die Kamera, bevor er die Arena verließ.

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