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Australian Open : Andre Agassi gibt sich keine Blöße

  • Aktualisiert am

Bleibt im Titelrennen: Andre Agassi Bild: AP

Bei den Australian Open in Melbourne hat Andre Agassi durch seinen 25. Sieg nacheinander bei diesem Turnier das Viertelfinale erreicht. Als letzter deutscher Spieler schied Karsten Braasch im Doppel aus.

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          Gelungenes Jubiläum für Andre Agassi, Jammer bei Venus Williams: Im 250. Grand-Slam-Einzel seiner Karriere feierte Agassi bei den Australian Open seinen 25. Sieg nacheinander und zog am Sonntag in das Viertelfinale ein. Für Venus Williams endete das Tennis-Comeback in Melbourne dagegen schon in der dritten Runde. Das 4:6, 6:7 (5:7) gegen Lisa Raymond am Samstag war der größte Favoritensturz seit dem Auftakt-Aus von Rainer Schüttler. Dagegen ließ sich Agassi von Paradorn Srichaphan aus Thailand nicht mehr überraschen und revanchierte sich am Sonntag mit 7:6 (7:3), 6:3, 6:4 für die Niederlage vor anderthalb Jahren in Wimbledon.

          Steffi Grafs Ehemann ist in Australien seit nunmehr fünf Jahren ungeschlagen und gewann drei der vier letzten Titel. Vor zwei Jahren fehlte er verletzt. „Ich habe vorher eine Pause und komme immer gut vorbereitet hierher. Der Belag hilft meiner Spielweise, und das tolle Publikum liebt und kennt seinen Sport“, begründete Agassi die Erfolgsserie bei seinem Lieblingsturnier. Gegen Srichaphan war er erstmals gefordert und wehrte zu Beginn fünf Satzbälle ab. Am Dienstag trifft der 33 Jahre alte Amerikaner wie im Vorjahr auf den Franzosen Sébastien Grosjean.

          „Ganz schöner Schock“ für Venus Williams

          Venus Williams sprach nach ihrem schlechtesten Abschneiden bei den Australian Open dagegen von einem „ganz schönen Schock“. Nach der halbjährigen Pause wegen einer Bauchmuskel-Verletzung ist die Vorjahres-Finalteilnehmerin noch ein ganzes Stück von ihrer Bestform entfernt. „Die beste Spielerin wird gewinnen, und das war diesmal leider nicht ich. Es ist schön, jetzt eine Pause zu haben“, sagte Venus Williams.

          Bei seinem Dreisatz-Sieg gegen Paradorn Srichaphan mußte sich Agassi mehr strecken als in seinen Partien zuvor

          Die ersten der verbliebenen Favoritinnen zogen derweil in das Viertelfinale ein. Die Weltranglisten-Erste Justine Henin-Hardenne aus Belgien musste beim 6:1, 7:6 (7:5) gegen die international bisher nicht aufgefallene Italienerin Mara Santangelo im zweiten Durchgang einen Satzball abwehren. Der Qualifikantin halfen am Ende auch nicht die Notizen, die sie sich während der Seitenwechsel fleißig machte.
          Justine Henin-Hardenne trifft nun auf Lindsay Davenport aus den Vereinigten Staaten. Gegen die Melbourne-Siegerin von 2000 hatte sie im vorigen Jahr trotz Krämpfen ein mehr als dreistündges Marathon-Match gewonnen.

          Bei den Herren steht pünktlich zum australischen Nationalfeiertag am Montag das Achtelfinal-Gipfeltreffen zwischen Lokalmatador Lleyton Hewitt und Wimbledon-Sieger Roger Federer auf dem Programm. „Das ist ein Match, das jeder sehen will“, erklärte Federer, der wie sein Gegner in Melbourne noch nie unter den letzten acht stand. Vor vier Monaten unterlag der Schweizer beim Daviscup- Halbfinale an gleicher Stelle trotz 2:0-Satzführung gegen Hewitt. Dieser mußte am Samstag zunächst harte Gegenwehr von Spaniens 17jährigem Talent Rafael Nadal brechen, ehe sein 7:6 (7:2), 7:6 (7:5), 6:2 feststand. „Leichter wird es nicht, das ist sicher“, meinte Hewitt mit Blick auf das Federer-Match.

          Auch Braasch ausgeschieden

          Spannung verspricht am Dienstag auch das Viertelfinale zwischen dem topgesetzten Amerikaner Andy Roddick und dem Russen Marat Safin, der vor zwei Jahren in Melbourne im Finale stand. Das bisher beste Turnierspiel lieferten am Samstag jedoch der Argentinier Guillermo Canas und der Brite Tim Henman. Canas holte in der fast fünfstündigen Begegnung einen 0:2-Satzrückstand auf, lag im letzten Durchgang schon 1:4 hinten und gewann ihn trotzdem noch mit 9:7.

          Als letzter Deutscher schied der 36jährige Karsten Braasch im Doppel-Viertelfinale mit seinem armenischen Partner Sargis Sargsian aus. Das Duo unterlag den Argentiniern Gaston Etlis und Martin Rodriguez am Sonntag mit 5:7, 2:6.

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