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ATP-Turnier in München : Schüttler besiegt Haas im Achtelfinale von München

  • Aktualisiert am

Rainer Schüttler besiegt Thomas Haas zum vierten Mal Bild: dpa/dpaweb

Rainer Schüttler hat bei den Internationalen Tennis-Meisterschaften von Bayern das Achtelfinale gegen Thomas Haas gewonnen. Der Nordhesse setzte sich mit 6:4, 2:6 und 6:4 gegen seinen Daviscup-Teamkollegen durch.

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          Rainer Schüttler hat den deutschen Tennis-Gipfel gegen Thomas Haas für sich entschieden und seine Ansprüche als deutsche Nummer eins untermauert. Bei den 89. Internationalen Meisterschaften von Bayern gewann der an eins gesetzte Korbacher am Donnerstag das Freundschaftsduell gegen seinen Daviscup-Teamkollegen mit 6:4, 2:6, 6:4.

          Der Australian-Open-Finalist von 2003 steht damit im Viertelfinale des mit 380.000 Euro dotierten Münchner ATP-Turniers, wo er auf den Sieger der Partie Victor Hanescu (Rumänien) gegen Nikolai Dawidenko (Russland) trifft. Für Schüttler war es der vierte Sieg im vierten Spiel gegen den gebürtigen Hamburger Haas.

          Schlechter Start für Haas

          Im ersten Duell der beiden Freunde seit über drei Jahren erwischte Haas einen schlechten Start und gab sein erstes Aufschlagspiel ab. Schüttler nutzte nach 38 Minuten seinen zweiten Satzball zum 6:4. Vor knapp 4000 Zuschauern auf dem ausverkauften Center Court, die ihre Stars mit „Go for it Tommy“- und „Auf geht's Shaker“-Transparenten anfeuerten, zeigte der laufstarke Schüttler im ersten Durchgang das konstantere Tennis.

          „Umso länger das Match ging, umso besser wurde ich“, sagte Schüttler, der bei seinem Erstrundenspiel zwei Tage zuvor noch etwas über Müdigkeit und Umstellungsprobleme geklagt hatte. Auch im zweiten Satz präsentierte er sich bis zum 2:2 in guter Form. Haas bot in dieser Phase aber das konzentrierte Spiel und gewann durch ein 6:2 seinen ersten Satz gegen den Daviscup-Teamkollegen. Im entscheidenden dritten Durchgang behielt Schüttler aber die Nerven und setzte sich mit 6:4 durch. „Hut ab“, meinte Haas. „Rainer hat wirklich sehr gut gespielt.“

          Hoffnung auf deutschen Turniersieg steigt

          Durch den Sieg erhielt sich der Nordhesse die Hoffnung, zehn Jahre nach Michael Stich als erster Deutscher das Traditionsturnier zu gewinnen. „Das ganze Spiel war nicht einfach, Tommy war sehr gut“, sagte der Finalist von 2002, der durch einen Bienenstich am Arm gehandicapt war. Der Unterlegene drückt nun seinem Bezwinger die Daumen. „Ich wünsche ihm jetzt den Turniersieg“, sagte Haas.

          Überraschend war für den Sieger von 2001, den Tschechen Jiri Novak, im Achtelfinale Endstation. Der 29jährige verlor gegen seinen Landsmann Radek Stepanek mit 3:6, 5:7. Stepanek, der in München vor zwei Jahren das Doppel gewann, steht damit wie im Vorjahr im Viertelfinale, wo er an diesem Freitag auf Luis Horna (Peru) trifft.

          Qualifikant Alexander Wakse (Frankfurt/Main) hat dann die Chance, durch einen Sieg gegen den Belgier Olivier Rochus zum ersten Mal in das Halbfinale eines ATP-Turniers einzuziehen. „Ich halte Rochus für einen der talentiertesten Spieler auf der Tour, hoffe aber, meine Kraftüberlegenheit einsetzen zu können“, sagte der 29jährige.

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