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Fußball-Bundesliga : Veh bewegt die Eintracht

  • -Aktualisiert am

Überlegt sich was: Armin Veh schaut beim Eintracht-Training genau zu Bild: dpa

Jede Menge Hoffnung: Ohne Zweifel ist Trainer Armin Veh bislang der aufregendste Zugang bei der Frankfurter Eintracht. Doch um auch dem Team eine frische Identität verpassen zu können, sind nun erst einmal die Spieler am Zug.

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          Armin Veh bewegt. Mehrere Hundert Zuschauer kamen, um trotz besten Schwimmbad-Wetters dem Trainer-Rückkehrer beim ersten offiziellen Arbeitstag nach einjähriger Abwesenheit aus Frankfurt zuzuschauen. Die zwanzig Spieler, die er zur Übungseinheit um sich versammelte, spielten nur Nebenrollen. Der 54-Jährige, der sich wie zuvor in Stuttgart und Augsburg zum zweiten Mal an einen Verein band, dem er eigentlich mit klaren Abschiedsworten den Rücken gekehrt hatte, ist bislang ohne Zweifel der aufregendste Frankfurter Zugang in dieser Sommerpause. Die Erwartungen, die mit seiner Person verknüpft werden, gehen seit Bekanntgabe der Rückholaktion denkbar weit auseinander: Was soll das?, mosern die einen. Gut so!, meinen die anderen. Für ein verlässliches Urteil ist es zu früh, aber Veh polarisiert - auch das verspricht Spannung.

          Für Heribert Bruchhagen, den Vorstandsboss, ist die Ausgangslage klar: Für ihn bilden drei erfolgreiche Jahre in der Vergangenheit die Grundlage einer vielversprechenden Zukunft. Da schwingt jede Menge Hoffnung mit. Gute Absichten allein werden aber als Basis für kommende Herausforderungen nicht genügen. Es ist an der Zeit, die künftige Mannschaft mehr in den Blick zu rücken.

          Eine schlagkräftige Verbindung

          Das Team steht unter Zugzwang: Die Profis waren nicht so schlecht, wie mancher (Auswärts-)Auftritt in der vorigen Runde aussah. Sie können mehr und nun - da Schaaf, mit dem viele von ihnen Probleme hatten, Eintracht-Geschichte ist - zeigen, dass es mit anderem Betriebsklima auch umsetzbar ist. Und die, die neu dazugekommen sind wie Luc Castaignos oder Stefan Reinartz, haben den Beweis zu erbringen, dass sie den Klub, der sich ihre Dienste viel Geld kosten lässt, tatsächlich voranbringen.

          Veh muss dem Team eine frische Identität verpassen und aus dem alten Kader, dessen Gefüge Risse zeigte, und den Neuankömmlingen eine schlagkräftigere Verbindung formen: Er muss Aufbruchstimmung erzeugen. Wohin das führen kann, lässt sich vorerst nur erahnen. Das Interesse an der wieder aufgewärmten Liaison zwischen der Eintracht und Veh treibt jedenfalls den Klub und seine Anhänger um, wie dieser besonders sonnige Mittwoch zeigte. In welche Richtung sich die Beziehung entwickelt, gehört zu den ganz heißen Fragen der kommenden Bundesligasaison.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

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