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Anna Kurnikowa : Der peinliche Abgang des Tennis-Models

  • Aktualisiert am

Der Publikumsliebling ist raus: Anna Kurnikowa Bild:

Ganze 48 Minuten dauerte der blamable Zweitrundenauftritt der Russin Anna Kurnikowa gegen die Belgierin Justine Henin bei den Australian Open.

          2 Min.

          Anna Kurnikowa machte gute Miene zum bösen Spiel. Tapfer lächelnd kommentierte die Russin den peinlichen Auftritt bei den Australian Open, mit dem sich der Publikumsliebling einmal mehr zum Gespött der Fachwelt gemacht hatte.

          Vor den gespannten Fans in der Rod-Laver-Arena bezog sie am Mittwoch in Melbourne Prügel und eine empfindliche Abreibung durch die Belgierin Justine Henin-Hardenne. Beim 0:6, 1:6-Zweitrundenaus in nur 48 quälenden Minuten entging sie haarscharf der Höchststrafe.

          Rückfall

          „Das Ergebnis ist ziemlich schlimm. Ob man dann ein oder zwei Spiele gewinnt, macht keinen Unterschied. Ich muss einfach härter trainieren“, kommentierte die 21-Jährige die Demütigung.

          Noch immer ohne Turniersieg: Anna Kurnikowa

          Dabei sollte doch alles ganz anders werden: Tennis statt Tattoos, Anstrengung statt Ablenkung und vielleicht doch noch endlich ein Einzel-Titel. Aber nach dem klaren Auftaktsieg über die Slowakin Henrieta Nagyova am Montag - dem ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier seit zwei Jahren - folgte der Rückfall in schlimme Zeiten.

          Fünf Gewinnschläge

          „Die Spiele waren doch ganz unterschiedlich, weil es verschiedene Gegnerinnen waren. Ich wollte manchmal ein bisschen zu viel, aber ich habe keine Schwäche in ihrem Spiel gefunden“, erklärte Anna Kurnikowa ihre vierte und bei weitem klarste Niederlage gegen die Weltranglisten-Fünfte.

          Ganze fünf Gewinnschläge wies die Statistik anschließend aus - dafür aber 29 Fehler, darunter Aufschläge und Volleys, nach denen Kreisliga-Spieler errötet wären.

          Einst weltbeste Doppel-Spielerin

          Natürlich wies Anna Kurnikowa auf ihre Verletzungsprobleme in den vergangenen beiden Jahren und das schwere Comeback nach einer achtmonatigen Pause hin. Der derzeitige Weltranglistenplatz 42 zeigt jedoch einen Aufwärtstrend der einst weltbesten Doppel-Spielerin, die das Jahr 2001 auf Rang 74 beendet hatte und Justine Henin-Hardenne vor einem Jahr in der ersten Runde „nur“ 2:6, 5:7 unterlegen war.

          Kritik an ihrer angeblich mangelnden Einstellung hatte Anna Kurnikowa nach ihrem Auftaktsieg im Keim zu ersticken versucht. Ob sie in Melbourne wieder mit Delfinen schwimmen werde? „Das habe ich vor drei Jahren einmal gemacht.“ Vielleicht ein Zoo-Besuch? „Das war ein einziges Mal vor sechs Jahren. Wenn man als 14-Jährige zum ersten Mal hier ist, möchte man das natürlich machen.“

          „Nicht um Rummel gekümmert“

          In den Zeitungen sei etwas über eine neue Tätowierung am Rücken zu lesen gewesen. „Das lese ich nicht.“ Stimmt die Geschichte? „Haben Sie eine Tätowierung gesehen? Ich trage seit zwei Jahren am Rücken nur ein Pflaster gegen die Hitze. Und das kann man manchmal sehen.“

          Justine Henin-Hardenne wich den Fragen nach ihrer Gegnerin nach besten Kräften aus: „An manchen Tagen kann sie Topspielerinnen schlagen. Ich habe mich nicht um den ganzen Rummel gekümmert, das Match ernst genommen und meine Arbeit gemacht. 6:0, 6:1 ist alles, was zählt.“

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