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Super Bowl 50 : Der emotionale Sieg des Peyton Manning

Ein klarer Sieger im Quarterback-Duell: Peyton Manning (rechts) holte den Titel, Cam Newton ging leer aus. Bild: dpa

Peyton Manning gewinnt das Quarterback-Duell mit dem neuen Football-Superstar Cam Newton klar und führt die Denver Broncos zum Super-Bowl-Titel. Eine Frage bleibt nach dem Triumph aber offen.

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          Josh Norman akzeptierte die Niederlage knapp zwei Minuten vor dem Ende. Da bewies der Defensive Back der Carolina Panthers die Größe, auf Peyton Manning zuzugehen. Beim Gang vom Feld nahm der Quarterback die Glückwünsche sichtlich gerührt entgegen, die ein oder andere Träne kullerte bereits über sein Gesicht. Die Karriere des 39 Jahre alten Superstars erfuhr soeben eine späte Abrundung.



          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im fünften Super Bowl seiner Karriere sicherte sich der Oldie der Denver Broncos mit einem 24:10-Sieg über die Carolina Panthers den zweiten Ring für einen Sieg im größten Einzelereignis des Weltsports und legte damit das Image des Verlierers auf hohem Niveau ab – ehe er vermutlich nun seine Karriere ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrags beenden wird. „So eine Entscheidung trifft man nicht aus der Emotion heraus“, sagte Manning indes nach dem Spiel und erbat sich ein paar Tage Bedenkzeit.

          Broncos-Defensive stoppt Scoring-Maschine

          Den Titel im großen Finale der Saison der National Football League (NFL) hat der Chefstratege der Broncos-Offensive freilich der Defensive seines Teams zu verdanken: Mit dem Ruf der besten Abwehrreihe der NFL ins Spiel gegangen, gelang dem Team das Meisterstück: Die Scoring-Maschine der Panthers, die in den beiden vorangegangenen Playoff-Duellen in der Addition 80 Punkte erzielte, biss sich immer wieder die Zähne aus.

          Da ist das gute Stück: Peyton Manning mit der Super-Bowl-Trophäe. Bilderstrecke

          Defensive Linebacker Von Miller wurde entsprechend zum wertvollsten Spieler des Super Bowl gekürt – diese Ehre wird nur selten einem Defensivspieler zuteil. Gleich mehrfach drang er während des Spiels bis zu Panthers-Spielmacher Cam Newton vor, setzte ihn unter Druck oder riss ihn gar zu Boden.

          Newton, vor dem Super Bowl zum wertvollste Spieler der Saison gekürt und mit viel Vorschusslorbeer ins Spiel gegangen, fand sich viel öfter auf dem Boden wieder, als es ihm im Saisonverlauf widerfahren war. Siebenmal gelangen den Broncos „Sacks“ gegen den Quarterback. Derart eingeschüchtert und sichtlich verunsichert fand er nur ganz selten zu seinen gefürchteten Läufen, mit denen er schon zahlreiche Quarterback-Rekorde für ersprintete Yards gebrochen hat.

          Nur kurz zu Beginn des zweiten Viertels sammelte er einige Meter, sonst standen dem 112 Kilogramm schweren und 1,96 Meter großen Modellathleten immer wieder die 130 bis 140 Kilogramm schwereren Defensive Linemen gegenüber, die in vorderster Front die gegnerische Offensive Line durchbrachen und zum gegnerischen Spielmacher vordrangen.

          Der Panthers-Quarterback hat in dieser Saison Amerika begeistert – und gespalten. Er, der mit seinen erst 26 Jahren bereits unglaublich viele Bestleistungen aufgestellt hat, füllt die Rolle des Spielmachers im American Football so körperbetont aus wie niemand zuvor. Zur Not läuft der im Bundesstaat Georgia geborene Superstar nicht nur mit dem Ball, er hechtet gar mutig durch die gegnerischen Abwehrreihen oder springt im Salto über die Gegner hinweg in die Endzone, wie es ihm dieser Saison gegen die Houston Texans gelang. Schon in seinen jungen Jahren hat er so beispielsweise den Rekord für Touchdowns eines Quarterbacks gebrochen.

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