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Super Bowl 50 : Der emotionale Sieg des Peyton Manning



Daneben polarisiert er, der allzu gerne mit einem Superman-Shirt auf seine Ausnahmestellung aufmerksam macht, beispielsweise in der Super-Bowl-Woche mit dem Satz: „Ich bin ein afroamerikanischer Quarterback. Das macht möglicherweise vielen Leuten Angst, denn so etwas wie mich haben sie bisher noch nicht gesehen und können es mit nichts vergleichen.“

Mit seinen spektakulären Aktionen führte er sein Team zur besten Bilanz aller Teams, lediglich eine Niederlage musste das Team aus Charlotte in North Carolina in der regulären Saison hinnehmen. Im Super Bowl aber stieß er an seine Grenzen: 60 Minuten lang blieb er ohne die ganz spektakuläre Aktion, nicht mal ein Touchdown-Pass gelang ihm.

Mannings guter Auftakt im Turnover-Festival

Das Schicksal nahm dabei schon früh seinen wegweisenden Lauf: Während Peyton Manning gleich nach dem Kickoff als erster der beiden Strategen aufs Feld durfte und überraschend unter Verzicht auf eine eher klassische Eröffnung mit Präferenz fürs Passspiel einen Pass an den anderen reihte, bis der Angriffszug letztlich mit einem Field Goal für die Broncos endete, erlitt Newton sofort einen derben Rückschlag. Nur neun Yards gelangen in drei Versuchen – und schon ging es nach dem Punt wieder in die andere Richtung. Es war der Beginn eines Turnover-Festivals in einem Super Bowl, in dem beide Teams nur selten einmal einen neuen ersten Versuch erspielten.

Der Ballbesitz wechselte stattdessen ständig aufgrund der ungemein aggressiven und aufmerksamen Defensivreihen.  Und dann kam es gar zur ersten kleinen Katastrophe für Newton: Broncos-Linebacker Von Miller erwischte ihn und haute ihn nicht nur wenige Yards vor der eigenen Endzone zu Boden, sondern luchste ihm zuvor gar noch den Ball ab. Das Ei trudelte in die Endzone, wo sich  Malik Jackson den Touchdwon sichert. Ein seltenes Vergnügen für einen Defensive Linesman.

Neun Spielminuten brauchte Newton, bis ihm endlich das erste First Down gelingt. Newton warf den Ball mit links zu Jonathan Stewart, der endlich ein paar Yards schafft. Erst mit Beginn des zweiten Viertels war dann kurzzeitig der echte Newton auf dem Feld: Zweimal lief er selbst, riskierte dabei sogar für einen zusätzlichen Yard seine körperliche Unversehrtheit.

Jonathan Stewart sprang anschließend in bester Newton-Manier über die Abwehrreihe hinweg. Es stand nur noch 7:10. Doch es blieb ein Strohfeuer. Stattdessen ging die Achterbahnfahrt weiter: Seinem einzigen großen Pass des Abends über 50 Yards zu Corey Brown folgte eine Interception, ein Fehlpass, der den Broncos abermals die Chance zur Entlastung bot.

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Manning konnte sich bei seinen Spielzügen dank der Führung darauf beschränken, das Spiel zu verwalten: Mit zwei Field Goals von Brandon McManus bauten die Broncos ihre Führung aus, während Panthers-Kicker Graham Gano einen 44-Yard-Versuch an den rechten Pfosten setzte. Erst im letzten Viertel gelingt den Broncos dann der erste echte Touchdown durch ein Laufspiel. Erst mit dem Pass zur folgenden Two-Point-Conversion gelang Manning dann auch noch ein offensives Kabinett-Stückchen – mit dem er sich schon in den Schlussminuten die Respektsgesten der Gegenspieler sicherte.

Rund zwei Millionen sehen in Deutschland Super Bowl

Das Interesse am Super-Bowl-Finale ist im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland gestiegen. 2,05 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 22,6 Prozent) verfolgten ab 0.30 Uhr in der Nacht zum Montag auf Sat.1 die Übertragung des ersten Viertels der Begegnung zwischen den Denver Broncos und Carolina Panthers (Endstand: 24:10), beim zweiten Viertel waren ab etwa 1.25 Uhr 1,82 Millionen (29,4 Prozent) dabei, in der Pause ab 2.20 Uhr 1,56 Millionen (31,5 Prozent). Die Messung der GfK-Fernsehforschung endete gegen 3 Uhr morgens. Im Vorjahr hatten durchschnittlich 1,31 Millionen Zuschauer Sat.1-Zuschauer den Super Bowl, das amerikanische Finale im American Football, gesehen. (dpa)

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