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Amateurboxen : K.o. für C.K. Wu

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Als Box-Präsident abgesetzt: Wu Ching-Kuo Bild: AFP

Dem Präsidenten der Amateurboxer, allgemein C.K. Wu genannt, werden „Verstöße gegen eine Reihe von Satzungen und Disziplinarordnungen des Boxverbandes“ zur Last gelegt.

          Der Weltverband der Amateurboxer (Aiba) hat seinen Präsidenten Wu Ching-Kuo suspendiert. Einen entsprechenden Beschluss habe die Disziplinarkommission einstimmig gefasst, teilte der Weltverband am Dienstag in Lausanne mit. Dem Taiwaner, allgemein C.K. Wu genannt, werden „Verstöße gegen eine Reihe von Satzungen und Disziplinarordnungen des Boxverbandes“ zur Last gelegt, heißt es in der Mitteilung. Ein Interimspräsident bis zum außerordentlichen Kongress in Dubai vom 11. bis 13. November soll umgehend bestimmt werden.

          Die Disziplinarkommission führt als einen Grund für die drastische Maßnahme an, dass Wu wichtige wirtschaftliche Entscheidungen ohne Zustimmung des Aiba-Exekutivkomitees getroffen habe. Diese hätten Schulden in Höhe von mehr als 15 Millionen amerikanischer Dollar verursacht und den Verband „an den Rand des Konkurses“ geführt.

          Wu „hat sich bisher geweigert, dem Exekutivkomitee die erforderlichen Finanz- und Prüfungsberichte zur Verfügung zu stellen“, teilte der Verband mit. Der 70 Jahre alte Architekt aus Taiwan hatte Verträge in Millionenhöhe mit vier Investoren abgeschlossen, um professionelle Wettkampfserien aufzubauen. Weil die neuen Formate keinen Gewinn abwarfen und sich nicht refinanzierten, fordern die Kreditgeber ihr Geld zurück. Ein aserbaidschanisches Unternehmen soll auf kurzfristige Rückzahlung eines Kredits in Höhe von zehn Millionen Dollar bestehen. Die Frist dafür lief am 21. August ab. Das Unternehmen hat die Aiba vor einem Schweizer Gericht verklagt. Die Gläubiger sollen erst zum Zahlungsaufschub bereit sein, wenn Wu nicht mehr im Amt ist.

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