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Neuer Ärger zum Abschied : Aubameyang erscheint nicht vor Gericht

  • Aktualisiert am

Marc Bartra erscheint als Zeuge vor Gericht – Pierre-Emerick Aubameyang bleibt fern Bild: AP

Aubameyang bleibt als Zeuge dem Prozess um den Bombenanschlag auf den BVB-Bus fern. Staatsanwalt und Richter reagieren verstimmt. Die Höhe des Ordnungsgeldes wird den Fußballstar nicht schrecken.

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          Pierre-Emerick Aubameyang pflegte seinen Ruf als Provokateur. Doch diesmal warteten nicht sein Trainer und seine Mitspieler, sondern Richter, Anwälte und zahlreiche Kamera-Teams vergeblich auf den Dortmunder Fußball-Profi. Der beim Prozess um den Bombenanschlag auf das BVB-Team als Zeuge vorgeladene Torjäger ließ sich entschuldigen. „Er wird heute nicht aussagen, weil er erkrankt ist“, erklärte Anwalt Alfons Becker zu Beginn des fünften Verhandlungstages vor dem Dortmunder Schwurgericht.

          Sein Fernbleiben als Zeuge könnte Aubameyang Ärger mit der Justiz einbringen. In seiner ersten Reaktion bezeichnete Oberstaatsanwalt Carsten Dombert die von Becker vorgelegte ärztliche Bescheinigung als „äußerst dürftig“ und erklärte: „Ich finde, dass sollte sich die Justiz so nicht bieten lassen.“ Der Vorsitzende Richter Peter Windgätter wirkte ähnlich verstimmt: „Das sehe ich genauso.“

          Ein Gerichtssprecher sagte, die Gründe für die Verhandlungsunfähigkeit müssten aus einem Attest eigentlich schon hervorgehen. Ob Aubameyang für sein Fernbleiben ein Ordnungsgeld auferlegt wird, soll später entschieden werden. Ein eventuelles Ordnungsgeld ist laut Strafprozessordnung allerdings auf maximal 1000 Euro begrenzt. Das sei natürlich „unbefriedigend“, sagte der Sprecher - aber das Gericht urteile nun mal nach den geltenden Gesetzen.

          Anders als sein ebenfalls als Zeuge vorgeladener und beim Anschlag im April 2017 verletzter Teamkollege Marc Bartra sagte Aubameyang am Montag vor Gericht nicht aus. Mit dem Thema Borussia Dortmund scheint der zuletzt wegen seiner Unzuverlässigkeit in Verruf geratene 28-Jährige ohnehin abgeschlossen zu haben. Schließlich ist sein Wechsel zum FC Arsenal fast besiegelt: Offenbar haben beide Clubs nach tagelangen Verhandlungen eine Einigung über die Ablöse erzielt.

          Wie der britische Sender BBC und Sky Sports News berichteten, soll der BVB umgerechnet rund 68 Millionen Euro für den 28 Jahre alten Torjäger kassieren. Deutsche Medien gehen dagegen von einem Erlös zwischen 63 und 65 Millionen Euro aus. Der BVB wollte den Stand der Verhandlungen am Montag nicht kommentieren.

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