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Abschiedsspiel in Frankfurt : Prinz trifft und klatscht

Einmal noch Tore schießen: Nach 85 Minuten wird Birgit Prinz endgültig in den sportlichen Ruhestand verabschiedet Bild: AFP

Mit einem Abschiedsspiel in Frankfurt beendet Birgit Prinz ihre Karriere. Bei ihrer Auswechslung nach 85 Minuten beweist die erfolgreichste Torjägerin der bisherigen deutschen Frauenfußballgeschichte Humor.

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          Am Ende ihrer Karriere bewies Birgit Prinz Humor: Als ihre Laufbahn nach zwei Jahrzehnten mit der Auswechslung in der 85. Minute ihres Abschiedsspiels zwischen dem deutschen Frauenfußball-Nationalteam und dem FFC Frankfurt am Dienstagabend zu Ende gegangen war, imitierte sie ihren deutlich weniger fröhlichen Abgang aus dem Nationalteam im vergangenen Sommer.

          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Prinz klatschte die Ersatzspielerinnen mit kräftigem Handschlag ab, wie sie es in der Wut über ihre Auswechslung im WM-Spiel gegen Nigeria - ihrem letzten offiziellen Länderspiel - getan hatte. „Ich habe es aber nicht wirklich durchgezogen, weil alles zu nett war heute“, scherzte Birgit Prinz.

          Im Stadion am Bornheimer Hang, wo die dreimalige Weltfußballerin neben den Spielerinnen beider Teams noch ein Dutzend Weggefährtinnen wie die ehemaligen Nationalspielerinnen Steffi Jones, Renate Lingor, Bettina Wiegmann, Maren Meinert oder die frühere FFC-Torhüterin Marleen Wissink zum letzten Kick begrüßte, zeigte sich Birgit Prinz noch einmal so, wie es sich für die erfolgreichste Torjägerin der bisherigen deutschen Frauenfußballgeschichte gehört: Sie schoss Tore.

          Einmal traf der 34 Jahre alte Fußballstar im Trikot des FFC, für den sie in der ersten Halbzeit auflief, zum zwischenzeitlichen 2:3. Sechs Minuten vor Abpfiff war es der 214-maligen Nationalspielerin schließlich vorbehalten - aus allerdings stark abseitsverdächtiger Position - zum 6:3-Endstand zu vollstrecken.

          „Ich habe mich sehr gefreut“

          Das Tor war gewissermaßen das 129. Tor im Nationaltrikot, das ihr bei der missglückten Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr nicht mehr vergönnt war. Unmittelbar nach diesem versöhnlichen letzten Erfolgserlebnis ließ sich Birgit Prinz gegen ihre ehemalige Mitspielerin Doris Fitschen auswechseln, bei ihrem Abgang bildeten alle Spielerinnen und Trainerinnen ein Spalier.

          Die restliche Spielzeit nutzte die künftig als Psychologin tätige ehemalige Spielführerin der Nationalteams, um sich auf einer Ehrenrunde bei den 6500 Zuschauern in jenem Stadion, in dem sie im Trikot des FSV 1992 ihre ersten Bundesligatore erzielte, zu bedanken. „Es war ein wunderschöner Abend, ein tolles Spiel“, sagte Birgit Prinz. „Ich habe mich sehr gefreut, so viele ehemalige Mitspielerinnen sehen und beim Publikum verabschieden zu können.“

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