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4:2 in Freiburg : Ailton und Bremen eiskalt

  • Aktualisiert am

Trifft für Schalke: Ailton Bild: AP

Dank der Saisontreffer acht und neun von Stürmer Ailton hat sich Werder Bremen eine Woche nach der Schlappe gegen Stuttgart rehabilitiert und seine Auswärtsstärke erneut unter Beweis gestellt.

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          Mit einer spielerisch beeindruckenden Vorstellung hat sich der SV Werder Bremen als Titelkandidat der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet und mögliche Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit im Keim erstickt.

          Beim SC Freiburg gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am Samstag souverän mit 4:2 (3:0). Die Tore zum vierten Auswärtssieg der Hanseaten erzielten Ailton mit einem Doppelpack (14./28.), Johan Micoud (37.) und Iwan Klasnic (65.). Für Freiburg, das seine erste Heimniederlage in dieser Saison erlitt, traf zwei Mal Alexander Iaschwili (60./90.).

          Freiburgs Schwächen in der Defensive

          Während der Aufsteiger vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Dreisamstadion im Angriff mit Ibrahim Tanko anstelle des verletzten Wilfried Sanou in die Partie ging, begann Werder mit der gleichen Aufstellung wie bei der Heimpleite vor Wochenfrist gegen Stuttgart. Nachdem beide Mannschaften zunächst eine knappe Viertelstunde sehr verhalten aufgetreten waren, nutzte Bremen seine Chancen eiskalt zur Vorentscheidung.

          Die ansonsten für ihren feinen Kurzpaßfußball bekannten Freiburger waren nach dem frühen Rückstand erst einmal völlig von der Rolle und hatten während der gesamten Begegnung vor allem in der Rückwärtsbewegung große Probleme.

          Saisontreffer acht und neun für Ailton

          Torjäger Ailton, der sich von der Unruhe um seinen feststehenden Wechsel zu Schalke 04 unbeeindruckt zeigte, verwandelte beim 0:1 eine Flanke von Sturmpartner Klasnic aus kurzer Distanz. Dem 0:2 des Brasilianers, seinem neunten Saisontor, ging ein herrlicher Steilpaß von Krisztian Lisztes voran. Nachdem Ailton Freiburgs Boubacar Diarra gekonnt stehen gelassen hatte, schob er den Ball an SC-Torwart Richard Golz vorbei ins Netz. Beim 0:3 verlängerte Micoud eine Flanke von Fabian Ernst aus wenigen Metern ins Tor. Bei weiteren Chancen durch Ailton (19.) und Klasnic, der in der 21. Minute die Unterkante der Latte traf, wäre auch eine höhere Halbzeitführung möglich gewesen. Freiburg konnte sich dagegen in der ersten Hälfte keine nennenswerte Torchance erspielen.

          Nach der Halbzeitpause hatten die Gastgeber das Spiel gegen die nun nur noch auf Konter lauernden Norddeutschen zunächst besser im Griff, blieben im Angriff aber harmlos. Eine Ausnahme war der 1:3-Anschlußtreffer, als Iaschwili nach einem Zweikampf im Strafraum mit Frank Baumann zum Erfolg kam. Direkt nach Wiederbeginn hatte zudem der eingewechselte Bruno Berner eine Großchance verpaßt, als er nach einer Flanke von Tobias Willi den Ball nur fünf Meter vor dem Werder-Tor nicht richtig traf.

          Iaschwili trifft zwei Mal

          Beim 1:4, der endgültigen Entscheidung, zeigten die abgebrühten Bremer erneut ein Beispiel ihrer Klasse an diesem Tag. Nach einer schnellen Kombination über Ernst traf Klasnic aus kurzer Distanz. Pechvogel Diarra hatte den Ball allerdings noch abgefälscht. Den fünften Bremer Treffer verpaßte Abwehrspieler Mladen Krstajic, als er sieben Minuten vor dem Abpfiff den Pfosten traf. Iaschwilis zweiter Treffer kurz vor Schluß war nur noch Ergebniskosmetik.

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