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3:2 in Freiburg : Schalke zittert sich in Europas „Königsklasse“

  • Aktualisiert am

Siegerfaust: Ralf Rangnick führte Schalke in die Champions League Bild: REUTERS

Nach Wochen voller sportlicher Rückschläge und Diskussionen um Ailton hat Schalke 04 doch noch die Kurve bekommen und sich zum zweiten Mal nach 2002 direkt für die Champions League qualifiziert.

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          Der FC Schalke 04 hat sich trotz einer erneut wenig überzeugenden Leistung zum zweiten Mal nach 2001 für die Champions League qualifiziert. Das 3:2 (1:1) am Samstag beim Bundesliga-Tabellenletzten SC Freiburg reichte den Knappen zum Einzug in europäische Fußball-Königsklasse.

          Der insgesamt glückliche Sieg des Tabellenzweiten, der erste im Breisgau seit 1999, bescherte Freiburg einen Negativrekord: Mit nur 19 Punkten sind die Breisgauer der schlechteste Absteiger seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995.

          Aillton spielte abermals schwach

          Torjäger Ebbe Sand hatte für Schalke vor 24.500 Zuschauern im badenova-Stadion schon in der 6. Minute das 1:0 erzielt. Doch nur fünf Minuten später sorgte Freiburgs Stürmer Alexander Iaschwili für den Ausgleich. Dann war es zwei Mal Abwehrchef Marcelo Bordon (54., 89.), der für den glücklichen Sieg der Gelsenkirchener sorgte. Für den erneuten zwischenzeitlichen Ausgleich der Gastgeber hatte der eingewechselte Roda Antar (78.) gesorgt .

          „Wir sind überglücklich, dass wir es direkt und aus eigener Kraft geschafft haben“, sagte Schalkes Trainer Ralf Rangnick. „Daß es so schwer werden würde, damit hatte ich nach den ersten zehn Minuten nicht gerechnet.“ Doch auch sein Freiburger Kollege Volker Finke war nicht unzufrieden und blickte bereits auf die kommende Zweiliga-Saison voraus. „Wir haben gegen den Zweiten der Liga nicht hilflos auf dem Platz gestanden. Es war für mich ein hilfreiches Spiel, um nächstes Jahr vernünftig auftreten zu können.“

          Bei Schalke spielte Torjäger Ailton trotz seiner immer wieder geäußerten Abwanderungsgedanken von Beginn an. Zudem kehrten Torhüter Frank Rost nach seinem Bänderriß sowie Mladen Krstajic (Kapselriß) in die Startformation zurück. SC-Trainer Volker Finke verzichtete zunächst auf einen Einsatz des zum FC Schalke wechselnden Zlatan Bajramovic von Beginn an. Erst in der 68. Minute wurde der Bosnier für Denis Aogo eingewechselt.

          Freiburg spielt schön und verliert

          Bajramovics künftige Kollegen spielten in den Anfangsminuten selbstbewußt nach vorne. Als Sand nach einem Paß von Ailton mit einem Distanzschuß zum 1:0 traf, schien die Mannschaft auf sicherem Champions-League-Kurs zu sein. Doch der Ausgleich kurze Zeit später durch Iaschwili, der nach einem Pfosten-Kopfball von Wilfried Sanou aus fünf Metern abstaubte, wirkte wie ein Schock auf die Ruhrpott-Elf.

          In der Folge sahen die knapp 10.000 mitgereisten Schalke-Fans Fußball verkehrt: Statt ihrer Mannschaft spielte bis zur Halbzeitpause nur noch der Sport-Club. Schönen Kurzpaß-Kombinationen, die Freiburgs Zuschauer seit Monaten nicht mehr gesehen hatten, folgten beste Torchancen. Nach einer Vorlage von Ellery Cairo konnte Schalke-Torwart Rost einen Schuß von Samuel Koejoe nur mit großer Mühe über die Latte lenken (18.). Zehn Minuten später war es erneut der überragende Koejoe, der den Gäste-Keeper prüfte.

          Erst nach der Halbzeitpause kam Schalke besser ins Spiel. Abwehrchef Bordon war es, der nach einem Freistoß des Ex-Freiburgers Lewan Kobiaschwili per Kopf zur erneuten Führung traf. Nach Antars 2:2 wurde es kurzzeitig noch einmal spannend. Doch kurz vor dem Ende sorgte ein erneuter Kopfball Bordons für die Entscheidung zu Gunsten der Schalker, bei denen Stürmer Mike Hanke ab der 68. Minute den erneut schwach spielenden Ailton ersetzte.

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