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3:1 in Freiburg : Leverkusens Sieg „nicht gerade ein Leckerbissen“

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Leverkusens Krzynowek (l.) läßt Coulibaly hinter sich Bild: dpa/dpaweb

Mit dem vierten Auswärtssieg in dieser Saison hat Bayer Leverkusen die jüngste Talfahrt gestoppt und seine Ambitionen auf einen Uefa-Cup-Platz unterstrichen. Die Werkself siegte beim FC Freiburg mit 3:1.

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          Mit Glück, aber ohne Glanz hat Bayer Leverkusen seine Negativ-Serie in der Fußball-Bundesliga beendet. Nach sechs sieglosen Spielen kam der Champions-League-Achtelfinalist am 29. Spieltag zu einem wenig erfrischenden 3:1 (1:1)-Erfolg beim Bundesliga-Schlußlicht SC Freiburg und ist damit der angestrebten Uefa-Cup-Teilnahme ein Stückchen näher gekommen.

          Bernd Schneider hatte die Rheinländer am Samstag vor rund 22.000 Zuschauern mit einem abgefälschten Distanzschuss in Führung gebracht (26. Minute). Alexander Iaschwili markierte noch vor der Pause den Ausgleich (37.) für die Platzherren. Der Bulgare Dimitar Berbatow versetzte dem Sportclub nach der Pause durch zwei Kontertore (66./83.) den K.o..

          „Hoffe, daß der SC sofort wieder aufsteigt“

          „Wir haben uns schwer getan, aber trotzdem muß man solche Spiele gewinnen. Es wird schwierig, aber es ist machbar, noch ins internationale Geschäft zu kommen“, sagte Carsten Ramelow, der seine zehnte gelbe Karte sah und im Heimspiel gegen den deutschen Meister Werder Bremen ebenso fehlen wird wie Diego Placente (fünfte gelbe Karte). „Das Spiel war nicht gerade ein Leckerbissen“, meinte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

          Der SC hatte gut mitgehalten, stand aber am Ende wieder ohne Punkte da. „Das Spiel war typisch für das, was uns in dieser Saison passiert ist“, sagte SC-Trainer Volker Finke. Für Freiburg war es das zehnte Spiel in Folge ohne Sieg. Damit ist der Abstieg wohl praktisch besiegelt. „Ich hoffe, daß der SC sofort wieder aufsteigt“, meinte Zlatan Bajramovic, der zur kommenden Spielzeit zum FC Schalke 04 wechselt.

          Berbatow mit dem entscheidenden Tor

          Die ausgeglichene Anfangsphase war von vielen Unterbrechungen und Fehlpässen geprägt. Nach 20 Minuten schoß Woronin von halblinks, doch SC-Torhüter Richard Golz war vor dem einschussbereiten Berbatow am Ball. Aus dem Nichts gelang Schneider die Führung für die Gäste: Aus 25 Metern zog der Nationalspieler ab, und der von Youssef Mohamad entscheidend abgefälschte Ball senkte sich über Golz hinweg zum 1:0. Nach der Führung zog sich Leverkusen noch weiter zurück und überließ den Platzherren das Spiel. Nach einer schönen Kombination schloß Iaschwili zum verdienten 1:1 ab: Coulibaly hatte mit einem Heber Samuel Koejoe angespielt. Der Niederländer paßte weiter zu Iaschwili, der den Ball am heranstürmenden Butt vorbeispitzelte.

          Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Leverkusen tag zu wenig und war spielerisch nicht überzeugend. Die Werkself lief erstmals in der Rückrunde mit dem brasilianischen Weltmeister Roque Junior auf, der nach langer Verletzungspause in die Viererkette rückte. Dafür fehlte Robson Ponte (Innenbanddehnung). Dennoch agierte die Abwehr des Uefa-Cup-Anwärters immer wieder unsicher. Bajramovic scheiterte mit einem Heber (52.) am Torkreuz. Dagegen stand die Verteidigung des Sportclubs sicher - bis zur 67. Minute, als Berbatow Leverkusen nach einem Konter zum Sieg schoß. Die Freiburger hatten zuvor ein angeblichen Foulspiel reklamiert, doch Schiedsrichter Peter Gagelmann ließ weiterspielen. Die Hausherren liefen in der Schlußoffensive erneut in einen Konter, den Berbatow zu seinem 14. Saisontreffer abschloß.

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