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2. Fußball-Bundesliga : Vata beschert Bielefeld den ersten Sieg

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Nach dem ersten Saisonsieg von Arminia Bielefeld kann Benno Möhlmann aufatmen. Mit dem 3:0-Erfolg im Westfalen-Derby gegen LR Ahlen entzieht sich der Trainer bis auf weiteres aus seinen Kritikern.

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          Auf der Bielefelder „Alm“ ist die Welt wieder in Ordnung. Am dritten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga feierte die Arminia mit dem 3:0 (2:0) gegen LR Ahlen den ersten Saisonsieg und befreite sich aus dem Tabellenkeller. Den ersten „Dreier“ landete auch die SpVgg Fürth mit dem souveränen 4:2 (2:1) gegen Eintracht Trier, das nach der ersten Saisonniederlage die Hoffnung auf die Tabellenführung begraben mußte. Die SpVgg Unterhaching hatte sich dank des zweifachen Torschützen Francisco Copado mit dem 2:0 am Freitag beim VfB Lübeck Platz eins vor dem 1. FC Nürnberg erobert. Der „Club“ schließt mit dem Gastspiel an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF live) beim FSV Mainz 05 den Spieltag ab.

          In Bielefeld kann Trainer Benno Möhlmann nach dem Streit mit der Clubführung dank Fatmir Vata vorerst wieder in Ruhe arbeiten. Nachdem der Albaner in der 23. Minute mit einem Foulelfmeter an Ahlens Schlussmann Bernd Meier scheiterte, schoss er die Arminen mit einem Doppelschlag (35./40) auf Siegkurs. Den dritten Treffer erzielte Zeljko Radovic (84.). Ahlen verlor neben den Punkten auch Daniel Felgenhauer, der nach 61 Minuten wegen groben Foulspiels „Rot“ sah.

          Heimsiege für Burghausen und Cottbus

          Trainer Eugen Hach von der SpVgg Greuther Fürth hatte bei Stürmerwahl diesmal ein glückliches Händchen. Valdas Trakys (15.), der einen Patzer von Triers Torwart Axel Keller nutzte, und Petr Ruman (32.) brachten die Franken vor der Pause mit 2:0 in Führung. Nach Triers Anschlusstor durch Matthias Keller (41.) besiegelte Michael Kümmerle (55./70.) Triers erste Niederlage. Nico Patschinski (89.) gelang nur noch Ergebniskosmetik.

          Heimsiege gab es auch in Burghausen und Cottbus. Beim 4:1 von Wacker gegen den VfL Osnabrück waren Stefan Reisinger, Stefan Frühbeis, Everaldo und Youssef Mokhtari die Torschützen für das Team von Trainer Rudi Bommer. Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus, bei dem der Ex-Hannoveraner Jiri Kaufmann sein Debüt gab, landete durch die Treffer von Stefan Blank (7./Eigentor) und Adrian Iordache (62./77.) mit dem 3:1 gegen Alemannia Aachen den ersten Heim- „Dreier“.

          Union-Fans randalierten im Stadion

          Wieder für eine Überraschung sorgte Jahn Regensburg. Der Aufsteiger kassierte zwar den ersten Gegentreffer der Saison, bleibt nach dem 2:2 beim MSV Duisburg aber weiter ungeschlagen. Markus Kurth (13./82.) traf für den MSV, Martin Willmannm (28.) und Karsten Hutwelker (76.) waren für Jahn erfolgreich. Regensburgs Torwart Heinz Müller rettete den Punktgewinn, als er in der Nachspielzeit einen Elfmeter von Abdelaziz Ahanfouf parierte. Zuvor bekam Mario Stieglmaier wegen Handspiels die Rote Karte. Bereits am Freitag freute sich Aufsteiger Aue über den ersten Sieg im bezahlten Fußball.

          Dagegen war die Fans des 1. FC Union Berlin nach dem 1:2 stocksauer. Rund 500 Union-Anhänger stürmten nach Spielende den Stadioninnenraum, demolierten Werbebanden und ein Tor, beschädigten eine Fernseh-Kamera und verletzten einen TV-Mitarbeiter. „Das ist kein Rowdytum. Ich nenne das emotionsgeladen.“, gab Berlins Präsident Heiner Bertram zum Besten. Die TV-Produktionsfirma und der FC Erzgebirge erstatteten Strafanzeige. Nach der dritten Pleite hintereinander bestellte Bertram Trainer Mirko Votava für diesen Montag zum Krisengespräch.

          Frust herrschte auch beim Karlsruher SC nach dem 1:2 gegen das zum zweiten Mal auswärts erfolgreiche Rot-Weiß Oberhausen. „Individuelle Fehler und Schlafmützigkeit haben uns das Genick gebrochen“, jammerte KSC- Trainer Lorenz-Günter Köstner, der vor den technisch beschlagenen „Kleeblättern“ ausdrücklich gewarnt hatte, „aber meine Spielten wollten selbst die Zaubermäuse sein und haben sich damit ins eigene Bein geschossen.“

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