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2. Fußball-Bundesliga : Trotz Debakel in Köln: Vertrauen für Wassilew

  • Aktualisiert am

Hatten viel Grund zum Jubeln: Die Spieler des 1. FC Köln Bild: DPA

20 Stunden nach dem 0:7-Debakel beim 1. FC Köln hat Trainer Georgi Wassilew Rückendeckung durch das Präsidium des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin bekommen.

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          „To win in an canter“. Im leichten „Canterbury Galopp“ zu gewinnen, nur mit einer kurzen Anstrengung. Genau das ist dem 1. FC Köln beim Montagspiel der zweiten Liga mit begeisterndem Angriffs-Fußball gelungen. Der Lohn: Der Sprung auf Rang zwei.

          Der Bundesliga-Absteiger ließ Union Berlin beim 7:0 (4:0)-Sieg nicht den Hauch einer Chance, führte schon nach neun Minuten mit 3:0 und hält nach den Patzern der direkten Konkurrenten Eintracht Trier und Eintracht Frankfurt mit nunmehr 18 Punkten als einziges Team direkten Kontakt zu Spitzenreiter SC Freiburg (19).

          Wassilew unter Druck

          20 Stunden nach dem 0:7-Debakel beim hat Trainer Georgi Wassilew Rückendeckung durch das Berliner Präsidium bekommen. In einer Krisensitzung hat Präsident Heiner Bertram am Dienstag bekundet, dass er in der Trainer-Frage keinen Handlungsbedarf sehe. Auch die Mannschaft habe sich vor den Trainer gestellt.

          Unter Druck: Georgi Wassilew
          Unter Druck: Georgi Wassilew : Bild: dpa

          „Das 0:7 wirft uns zwar nicht um, aber wir haben einen Markennamen zu verteidigen“, übte sich der Chef direkt nach Spielschluss schon in Zweck-Optimismus.

          Verblichener Glanz

          Wassilew („Das ist der schwerste Moment meiner Karriere“) freut sich, seinen Vertrag bis zum Saisonende zu erfüllen. „Ich will weiter machen. In den kommenden 14 Tagen gibt es viel zu tun. Ich habe den Eindruck, die Spieler stehen hinter mir. Aber was der Präsident entscheidet, ist etwas ganz anderes“, erklärte der Bulgare.

          Mit der Ankündigung seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern, hatte der 56-Jährige vor zwei Wochen gerade bei seinem Präsidenten für Verärgerung gesorgt. „Da war nichts von 'eisern' mehr zu sehen. Es war ein taktisches Desaster, und auch spielerisch waren wir überfordert, jetzt bröckelt der Glanz des Trainers“, kritisierte Bertram Mannschaft und Trainer.

          Überragender Kringe

          Thomas Cichon (2.) und Florian Kringe (4., 9.) machten vor 21.500 Zuschauern mit ihren Treffern bereits bis zur neunten Minute alles klar. Trotz der deutlichen Führung boten die Gastgeber den eigenen Fans weiter ein Spektakel.

          Ein besonderes Lob heimste der Ex-Dortmunder Florian Kringe als zweifacher Torschütze und Antreiber im Mittelfeld ein. „Er ist ein großes Talent, das uns für die Zukunft hoffen lässt. Aber er muss sich seine Kräfte noch besser einteilen“, kommentierte Kölns Trainer Friedhelm Funkel die Leistung des 20-Jährigen.

          Entnervter Beuckert

          Mit dem 7:0 nach weiteren Toren durch Freistöße des Kapitäns Kapitän Dirk Lottner (43./77.), Matthias Scherz (61.) und Markus Kurth (86.) waren die überforderten Gäste noch gut bedient. Denn Francis Kioyo (21.) Christian Springer (27.) und Lottner (35.) vergaben freistehend vor Union-Torwart Sven Beuckert, der zur Pause Robert Wulnikowski Platz machen musste, einen noch klareren Erfolg.

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