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2. Fußball-Bundesliga : Spätes Glück durch Auer - Mainz schlägt Frankfurt 3:2

  • Aktualisiert am

In beiden Strafräumen in Aktion: Eintracht-Spieler Markus Beierle Bild: dpa/dpaweb

In der 89. Spielminute bescherte Benjamin Auer mit seinem Treffer zum 3:2 dem FSV Mainz 05 drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. Hingegen erleidet Eintracht Frankfurt einen herben Rückschlag und fällt auf dem fünften Tabellenplatz zurück.

          Der FSV Mainz 05 hat einen Fuß in der Tür zur Fußball-Bundesliga. Die Rheinhessen setzten sich am Montagabend in einem dramatischen und hochklassigen Rhein-Main-Derby mit 3:2 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt durch. „Das waren drei wichtige Punkte in Richtung Aufstieg. Dennoch haben wir noch schwere Spiele zu überstehen und sind noch lange nicht durch“, erklärte der Mainzer Christof Babatz.

          Mit nunmehr 56 Punkten schoben sich die Mainzer vor Greuther Fürth (53.) und dem hessischen Nachbarn (53) auf den dritten Aufstiegsplatz in der 2. Bundesliga.

          Beierle im Blickpunkt

          Vor 18 700 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion war Benjamin Auer in der 89. Minute Schütze des umjubelten Siegtreffers. Zuvor hatten Christof Babatz (37.) und Frankfurts Markus Beierle (67./Eigentor) die anderen Mainzer Treffer erzielt. Für Frankfurt waren Beierle (30.) und Alexander Schur (74.) erfolgreich. Merkbar erleichtert kommentierte Mainz-Coach Jürgen Klopp den Spielverlauf: „Wir sind froh die Partie gewonnen zu haben. Unser körperlicher Aufwand war weitaus größer als der von Eintracht Frankfurt.“

          Die erste Chance nach zwölf Minuten durch Dennis Weiland löste die Verkrampfung auf beiden Seiten. Die Mainzer bestimmten die Partie, aber Frankfurts erster Torschuss stellte den Verlauf auf den Kopf. Nach einem verunglückten Schuss von Jens Keller staubte Beierle gekonnt ab.

          Den Schock verdauten die Hausherren schnell und profitierten von Babatz' Schusskraft, der Eintracht-Torhüter Oka Nikolov aus 35 Metern schlecht aussehen ließ. „Mit der heutigen Abwehrleistung meiner Mannschaft kann ich nicht zufrieden sein. Bei den Gegentoren war wir nicht nahe genug beim Gegner“, ärgerte sich Eintracht-Trainer Willi Reimann über die Unachtsamkeiten seines Teams.

          Emotionsgeladener Schlagabtausch

          Robert Nikolic war der Führung nahe (40.). Auf der Gegenseite prüfte Jermaine Jones FSV- Schlussmann Dimo Wache (42.). Mainz hielt den Druck hoch und brachte mit Auer sogar einen vierten Stürmer. Doch Chancen blieben rar wie Frankfurter Konter. Babatz (57.) verpasste wie der agile Andrej Woronin (60.).

          In der Endphase lieferten sich die Derby-Gegner einen offenen und emotionsgeladenen Schlagabtausch und begeisterten mit Kampf, Einsatz und tollem Fußball. Und „Joker“ Auer ließ die Mainzer am Ende jubeln. „Trotz des Mainzer Erfolgs sehe ich für uns noch realistische Aufstiegschancen. Wie unberechenbar die letzten Begegnungen sind, hat Mainz im letzten Jahr bereits erfahren“, gab sich Willi Reimann nach Spielende kämpferisch.

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