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2. Fußball-Bundesliga : Mainz verpasst den vorzeitigen Aufstieg

  • Aktualisiert am

Bochums Reis (r): Aggressiv in Liga eins? Bild: dpa

Noch vier Klubs streiten vor dem letzten Zweitliga-Spieltag um zwei Aufstiegsplätze in die erste Bundesliga. Hannover ist schon lange durch.

          1 Min.

          Die Aufstiegsfrage wird erst am letzten Spieltag endgültig beantwortet. Der FSV Mainz 05 vergab in der vorletzten Runde durch ein 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth seinen zweiten Matchball. Dennoch verteidigten die Mainzer mit 64 Punkten den zweiten Platz vor den Westklubs Arminia Bielefeld und VfL Bochum (beide 62). Selbst die Fürther haben mit 59 Zählern auf Rang fünf noch theoretische Chancen.

          15.000 Zuschauer im Mainzer Bruchwegstadion hatten sich auf eine Karnevalsfeier im April gefreut. Doch der Fürther Ralph Hasenhüttl (49.) verdarb mit seinem Führungstor die gute Laune. 05-Stürmer Michael Thurk (64.) erzielte zumindest noch das Ausgleichstor für das Team von Trainer Jürgen Klopp, das am letzten Spieltag bei Union Berlin antreten muss.

          Bochum bleibt im Aufstiegsrennen

          Die Berliner hätten den Mainzern fast noch zum Aufstieg verholfen. Bis zwei Minuten vor Schluss verteidigten sie ein Unentschieden beim VfL Bochum. Erst in der 88. Minute erlöste der Bochumer Frank Fahrenhorst mit seinem Treffer zum 2:1 die VfL-Spieler, Fans und Trainer Peter Neururer. Nach einem Platzverweis für Sergej Mandreko wegen einer Notbremse mussten die Bochumer die zweite Halbzeit mit zehn Mann spielen.

          Nur Mainz 05 im Kopf

          Im Fernduell Bochum gegen Bielefeld besitzt die Arminia nicht nur wegen der besseren Tordifferenz die besseren Karten. Nach einem 0:0 bei Rot-Weiß Oberhausen haben die Bielefelder am letzten Spieltag Heimrecht gegen LR Ahlen. Dagegen muss Bochum bei Alemannia Aachen antreten.

          Meister Hannover 96 stellte mit einem 4:1 gegen den MSV Duisburg und dem 21. Saisonsieg den Zweitligarekord des VfL Bochum ein. Mit nunmehr 72 Punkten sind die Niedersachsen alleiniger Rekordhalter seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. 88 Tore in 33 Spielen unterstreichen die Qualitäten des Teams von Trainer Ralf Rangnick, der auch in der ersten Bundesliga auf Offensive setzen will.

          KSC gegen Haching - ein Abstiegsfinale?

          Im Abstiegskampf sind die SpVgg Unterhaching (38), der Karlsruher SC (38) und Rot-Weiß Oberhausen (39) noch nicht aller Sorgen ledig. Sollte der SSV Reutlingen mit seinem Einspruch gegen den Lizenzentzug Erfolg haben, muss neben dem Abstiegstrio SV Babelsberg, 1. FC Saarbrücken und FC Schweinfurt eine vierte Mannschaft die zweite Liga verlassen.

          Die SpVgg Unterhaching bewies mit einem 2:0 gegen Alemannia Aachen den Willen, auf sportlichem Weg die Klasse zu halten. Der Bundesliga-Absteiger verdrängte den Karlsruher SC auf den viertletzten Rang. Das Team von KSC-Trainer Stefan Kuntz verlor 1:2 beim SV Waldhof Mannheim, hat aber am kommenden Sonntag die Hachinger im Wildpark zu Gast.

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