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2. Fußball-Bundesliga : Mainz setzt sich im Derby durch

  • Aktualisiert am

Mit einem 2:0-Heimerfolg gegen Eintracht Trier hat sich der FSV Mainz auf Rang sieben der 2. Fußball-Bundesliga verbessert.

          Die mitgereisten Fans von Eintracht Trier konnten sich die Zweitliga-Tabelle auch nach der Niederlage ihres Teams in Mainz noch freudig anschauen: „Die Nummer eins in Rheinland-Pfalz“, sangen sie gut gelaunt trotz des 0:2 (0:1) im Derby beim FSV Mainz 05 und schlossen in ihre Sprechchöre auch ausdrücklich den eine Etage höher angesiedelten 1. FC Kaiserlautern mit ein.

          Die gute Laune der Anhänger war verständlich, denn der Aufsteiger musste zwar nach vier Siegen in Folge die erste Niederlage hinnehmen, bleibt aber Spitzenreiter. „Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir in Mainz verlieren und dann immer noch Tabellenführer sind, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte Triers Trainer Paul Linz. Wie die Fans schien auch der Coach seinen Schützlingen die Niederlage nicht besonders übel zu nehmen.

          Paul Linz übt Selbstkritik

          „Wenn wir weiter nur jedes fünfte Spiel verlieren, dann ist das voll in Ordnung“, meinte der 46-Jährige. Linz suchte die Schuld sogar bei sich selbst: „Heute hätten wir noch einen Bonuspunkt holen können. Vielleicht habe ich aber auch zu defensiv aufgestellt. „Tatsächlich sahen die 10.700 Zuschauer über weite Strecken einen sehr vorsichtig agierenden Spitzenreiter, der von den druckvollen Gastgebern in die eigene Hälfte gedrängt wurde. „Wir haben in der ersten halben Stunde zu passiv gespielt“, analysierte Linz.

          Folgerichtig fiel die Führung der Mainzer durch den früheren Kölner Spasoje Bulajic (33.). Auch nach der Pause bestimmte der FSV die Partie, vergab allerdings einige Chancen und musste bis kurz vor Schluss zittern, ehe Christof Babatz das Spiel mit seinem Treffer entschied (86.).

          Jürgen Klopp: „Ich fand's geil“

          „Der Sieg war ein Geschenk für mich. Jetzt sind wir wieder oben dabei und können ein bisschen ruhiger werden“, kommentierte der Mainzer Präsident Harald Strutz nach dem Schlusspfiff. Der FSV-Chef feierte auf den Tag genau seine 14-jährige Präsidentschaft. Partylaune hatte auch Coach Jürgen Klopp. „Ich bin sehr zufrieden. Es war ein tolles Spiel, ein richtiges Derby. Ich fand's geil“, meinte der Publikumsliebling, der wie schon so oft noch weit nach Spielende von den Fans mit Gesängen gefeiert wurde.

          „Es war ein ganz wichtiges Spiel für uns“, so Klopp. „Zuletzt kamen Zweifel an unserer offensiven Spielweise auf. Aber jetzt wissen wir wieder, dass wir so spielen können.“ Der 35-Jährige hielt sich allerdings nach nun drei Siegen und zwei Niederlagen mit Prognosen für den Saisonverlauf zurück.

          Dagegen zeigte sich der Ex-Lauterer Andreas Buck nach seinem Debüt beim FSV zuversichtlich, das Trauma vom verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison zu überwinden: „Wenn wir das umsetzen, was wir können, spielen wir sicher eine gute Rolle.“

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