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2. Fußball-Bundesliga : Mainz 05: Nach dem Aufstieg in der Bundesliga festsetzen

  • Aktualisiert am

"Planen zweigleisig": Manager Heidel (Mainz 05) im F.A.Z. Business-Radio Bild: dpa

Jürgen Klopp denkt schon über das Zweitliga-Finale am Sonntag hinaus: Auf Jahre werde Mainz in der Bundesliga spielen, sagt der Trainer.

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          Der FSV Mainz 05, Arminia Bielefeld, der VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth kämpfen bis zum letzten Spieltag am Sonntag hinter dem bereits feststehenden Zweitliga-Meister Hannover 96 um die zwei verbleibenden Plätze für die kommende Bundesliga-Saison.

          Die zweitplatzierten Mainzer haben nach wie vor die besten Karten. Obwohl der FSV zuletzt Nerven zeigte, nur zwei Unentschieden holte und den vorzeitigen Aufstieg verpasste, herrscht bei den Rheinhessen vor der entscheidenden Partie bei Union Berlin weiter grenzenloser Optimismus.

          „Spannend bis zum Schluss“

          „Wir waren in den letzten zwei Spielen schon zwei Mal für mehrere Minuten in der Bundesliga. Am Sonntag werden wir diese Zeitspanne dann auf Jahre ausdehnen“, meint Coach Jürgen Klopp. Die Zuversicht der Mainzer erklärt sich durch einen Blick auf die Tabelle. Zwei Punkte Vorsprung auf Bielefeld und Bochum sowie das bessere Torverhältnis sprechen eine deutliche Sprache zu Gunsten der Mainzer.

          „Wir werden am Sonntag den nötigen Punkt holen, um aufzusteigen. Wir machen es eben spannend bis zum Schluss“, sagt Torjäger Michael Thurk, und auch Klopp will von „Nervenflattern“ bei seinem Team nichts wissen: „Wir sind es durch den Abstiegskampf der vergangenen Jahre gewohnt, 34 Spieltage unter Strom zu stehen. Wir haben dabei immer unser Ziel erreicht, das wollen wir auch diesmal schaffen.“

          Kahlrasur für Jürgen Klopp?

          Klopp, der als Vater des Erfolgs gilt, hat als früherer FSV-Profi den harten Abstiegskampf mehrmals selbst miterlebt. Doch in diesem Jahr will der von vielen Kritikern als Karnevalsverein belächelte Provinzklub, der seit dem sechsten Spieltag ohne Unterbrechung auf einem Aufstiegsplatz steht und während der gesamten Saison durch spielerisch hervorragende Leistungen überzeugte, den ersten Aufstieg in der Vereinsgeschichte perfekt machen.

          Klopp, der sich im Falle des Aufstiegs angeblich eine Glatze rasieren lassen will, hat für das große Ziel bereits die taktische Marschrichtung ausgegeben: „Wir haben das ganze Jahr nicht auf Unentschieden gespielt, und wir werden am 34. Spieltag nicht damit anfangen.“

          Bielefeld reicht ein Heimsieg

          Aber auch die anderen drei Klubs gehen zuversichtlich in die letzte Runde. „Wir haben genau die Situation, die wir uns gewünscht haben. Im letzten Heimspiel vor ausverkauftem Haus auf der Alm den Aufstieg in der eigenen Hand zu haben“, meint Bielefelds Trainer Benno Möhlmann vor der Partie gegen den LR Ahlen.

          Die Ostwestfalen sind fast zum Erfolg verdammt, da viele Spieler auf der Einkaufsliste von Bundesligisten stehen. „Artur Wichniarek wird im Falle des Scheiterns gehen, das ist kein Geheimnis. Alles andere muss man abwarten“, erklärt Teammanager Thomas von Heesen.

          Fürth will FC Bayern kopieren

          Noch optimistischer als die Bielefelder Verantortlichen ist Bochums Coach Peter Neururer vor dem Spiel bei Alemannia Aachen: „Ich kenne nur einen Aufsteiger, und das ist der VfL Bochum. Wir zeigen keine Nerven, sind stark und selbstbewusst.“ Über 10.000 Fans wollen den VfL nach Aachen begleiten und ihre Mannschaft zum Aufstieg brüllen.

          Sogar die Fürther, die nur noch aufsteigen können, wenn Bielefeld und Bochum verlieren, glauben noch an ihre Chance. „Es gibt kein zurück und kein Gejammer. Wir schauen nur nach vorne“, sagt Trainer Eugen Hach. Der Coach hat sich für sein Team ein großes Vorbild ausgesucht: „Wir müssen auftreten wie Bayern München. Die glauben auch immer an ihre Chancen. Wir besiegen Hannover und setzen die anderen damit unter Druck.“

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