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2. Bundesliga : Waldhof Mannheim trennt sich von Trainer Andre Egli

  • Aktualisiert am

Getrennt: Andre Egli und Waldhof Mannheim Bild: dpa/lsw

Mit der Entlassung Eglis vollzog der Fußball-Zweitligist den Schritt, den die Medien schon in der Vorwoche verkündet hatten.

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          Die Zeit von Andre Egli in der Kurpfalz ist nach nur neun Monaten abgelaufen: Fußball-Zweitligist Waldhof Mannheim hat sich am Mittwoch von seinem Trainer getrennt.

          Der Verein reagierte damit nach der 0:2-Heimniederlage gegen Aufsteiger Eintracht Trier auf den Fehlstart des Teams. Die Mannheimer mussten vier Niederlagen in vier Partien hinnehmen und stehen auf einem Abstiegsplatz. Der Schweizer Egli ist nach Dietmar Demuth (FC St. Pauli) der zweite Coach, der in der laufenden Saison entlassen wurde.

          Pradt: Vom Oberliga-Team zu den Profis

          Nachfolger des 44-Jährigen, der sein Amt erst im Dezember des vergangenen Jahres von Uwe Rapolder übernommen hatte, wird Walter Pradt. Der Coach der Oberliga-Mannschaft hatte bereits vor der Verpflichtung Eglis die Waldhöfer mehrere Wochen als Interimscoach betreut und leitete am Mittwochvormittag wieder das Training. Co-Trainer bleibt Dariusz Pasieka.

          „Jetzt ist es in erster Linie wichtig, dass wir Punkte holen. Die Mannschaft hat eine größere Qualität, als es der Tabellenplatz aussagt. Die Substanz ist da, um die Klasse zu erhalten“, erklärte Pradt: „Die Spieler haben in der Vergangenheit 30, 40 Prozent ihres Potenzials nicht abgerufen.“ Der 53-Jährige hat noch keinen Vertrag unterschrieben, soll aber nach dem Willen von Geschäftsführer Dieter Dollmann mindestens bis Saisonende im Amt bleiben. „Die Spieler haben künftig so Fußball zu spielen, wie ich es will“, meinte Pradt weiter.

          Dem Vertrauensausspruch folgte der Rauswurf

          „Die sportliche Entwicklung und das Spiel gegen Trier haben den Ausschlag für unsere Entscheidung gegeben. Unsere Situation hat die Entscheidung unumgänglich gemacht. Das Team muss sich jetzt steigern und mehr Herz zeigen“, erklärte Dollmann und sieht nun die Mannschaft in der Pflicht.

          Nach einer Krisensitzung des Präsidiums und Aufsichtsrats fiel die endgültige Entscheidung zu Ungunsten Eglis am Mittwochvormittag. Noch in der vergangenen Woche hatte die Vereinsführung dem Coach nach einem ähnlichen Krisengespräch das Vertrauen ausgesprochen.

          Mit der Entlassung Eglis vollendeten die Waldhöfer einen Abschuss auf Raten. Der Klub vollzog den Schritt, den die Medien schon in der Vorwoche als perfekt verkündet hatten. Pradt hatte im Vorjahr in drei Spielen als Interimscoach sieben Punkte geholt.

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