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2. Bundesliga : Votava trainiert Union Berlin

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Bundesliga-Profi Mirko Votava ist neuer Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten Union Berlin.

          Fußball-Urgestein Mirko Votava soll den 1. FC Union aus der tiefsten Krise seit dem Zweitliga-Aufstieg im vorigen Jahr führen. Der 46-Jährige, der bisher als Scout für den Bundesligisten SV Werder Bremen arbeitete, unterschrieb am Mittwoch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2005.

          Votava wurde der Mannschaft bereits am Mittag vorgestellt und soll sie im Auswärtsspiel am Freitag bei Alemannia Aachen erstmals betreuen. Für ihn ist es der dritte Trainer-Job nach seinen Engagements beim SV Meppen und dem VfB Oldenburg.

          „Irgendwie durchkommen“

          „Ich will kurzfristig nicht so viel ändern. Die vielen Änderungen in der Vergangenheit haben wohl zur Verunsicherung beigetragen. Wir haben in diesem Jahr noch sechs Spiele. Da müssen wir irgendwie durchkommen“, so Votava.

          In dieser Saison ist er bereits der dritte Chef auf der Union-Bank. Nach der Entlassung von Georgi Wassilew am 12. Oktober konnte auch dessen Assistent Iwan Tischanski in vier Spielen nicht die Negativserie beenden, die mit dem Pokal-Aus bei Regionalliga-Spitzenreiter SpVgg Unterhaching ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

          Sechs Spiele ohne Sieg

          In der Zweiten Liga warten die Hauptstädter seit sechs Partien auf einen Sieg und sind nach elf Runden Tabellen-Elfter mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

          Noch nach dem 0:1 in Unterhaching folgte die prompte Reaktion. Sowohl das Präsidium als auch Tischanski selbst seien zu der Erkenntnis gelangt, dass der erhoffte Schub nach dem Trainerwechsel ausgeblieben sei, hieß es in einer Mitteilung.

          Tatkraft, Arbeiten und motiviertes Sporttreiben“

          Man sei einvernehmlich der Meinung, dass neue Impulse erforderlich seien. „Von Mirko Votava erhoffe ich mir, was ich in 20 Jahren Bundesliga von ihm gesehen habe: Tatkraft, ehrliches Arbeiten und hoch motiviertes Sporttreiben“, sagte Präsident Heiner Bertram. „Das können unsere Spieler auch, und dann geht es auch wieder aufwärts.“

          Interimscoach Tischanski, dessen Vertrag 2004 endet, fungiert als Assistent von Votava, der für Borussia Dortmund und Werder Bremen 546 Bundesligaspiele absolvierte und damit in der Rangliste der meisten Einsätze Rang vier einnimmt.

          „Unser Wunschkandidat“

          Mit Bremen war er 1987/88 und 1992/93 Deutscher Meister sowie 1990/91 und 1993/93 DFB-Pokalsieger. Außerdem errang er mit Werder 1991/92 den Europapokal der Pokalsieger.

          Der als harter Arbeiter in Erinnerung gebliebene Mittelfeldspieler absolvierte zwischen 1979 und 1981 auch fünf Einsätze in der Nationalelf, mit der er 1980 Europameister wurde. „Er war unser Wunschkandidat“, sagte Bertram. Vor einigen Wochen war Votava erstmals bei einem Union-Heimspiel aufgetaucht.

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