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2. Bundesliga : In Unterhaching ist die „Krise perfekt“

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Die SpVgg Unterhaching hat ihre Talfahrt in der 2. Liga fortgesetzt. Die Oberbayern verloren am 11. Spieltag gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 1:4.

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          Die SpVgg Unterhaching setzt ihre Talfahrt in der 2. Fußball-Bundesliga ungebremst fort. Die Oberbayern verloren am 11. Spieltag im heimischen Sportpark gegen Rot-Weiß Oberhausen mit 1:4 (1:1) und warten nun seit sieben Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

          Der MSV Duisburg verpaßte den erhofften Sprung auf die Aufstiegsplätze. Die „Zebras“ mußten sich gegen den Karlsruher SC im Wedaustadion mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Im Kellerduell der Aufsteiger kam der SSV Jahn Regensburg gegen den VfL Osnabrück zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg. Der 1. FC Nürnberg bestätigte mit einem 2:0 (0:0) bei Eintracht Trier seinen Aufwärtstrend. Die SpVgg Greuther Fürth und Wacker Burghausen trennten sich im bayerischen Derby 2:2 (1:1).

          Cottbus gewinnt in Bielefeld

          Bereits am Freitag hatte der FC Energie Cottbus erstmals in dieser Saison die Tabellenführung erobert. Nach dem 3:1 (0:1) im Topspiel bei Arminia Bielefeld war die Erleichterung auch Trainer Eduard Geyer anzumerken. „Nach dem Spiel in Mainz hatten wir große Sorgen, ob wir als Mannschaft bestehen würden“, sagte der Coach der Bundesliga-Absteigers. Vier Tage nach dem bitteren 1:4 beim FSV Mainz 05 zeigten sich die Lausitzer aber auch nach dem Rückstand zur Halbzeit auf der „Alm“ körperlich und mental gut erholt.

          Bielefeld rutschte durch die zweite Niederlage hintereinander erstmals seit September wieder aus den Aufstiegsrängen. Mit 19 Punkten liegen die Arminen punktgleich hinter Mainz auf Rang vier - allerdings nur einen Zähler hinter Cottbus (20). Alemannia Aachen (20) kann die Lausitzer zum Abschluß des Spieltages durch ein Remis bei Union Berlin am Montagabend schon wieder überholen.

          „Die Krise ist jetzt perfekt“

          Vier Tage nach dem Pokal-Aus gegen den Hamburger SV (2:4) hatten die angekündigten Konsequenzen von Trainer Wolfgang Frank bei Unterhaching noch keine Wirkung gezeigt. Rot-Weiß Oberhausen gelang eindrucksvoll die Revanche für die eigene 2:6 Pokal-Pleite im August. Bojko Welitschkow (19./70.), Sasa Radulovic (58.) und Alhassane Ouedraogo (65.) erzielten die Tore für die Westdeutschen. Goran Sukalo (28.) hatte bei der ersten Hachinger Heimniederlage in einem Punktspiel seit März 2002 den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. „Die Krise ist jetzt perfekt“, sagte Frank. Von einem vermeintlichen Rücktritt sei aber „nie die Rede“ gewesen.

          Jacek Krzynowek (64./90.) sorgte mit seinem Doppelpack für den zweiten Auswärtssieg des 1. FC Nürnberg. Während der „Club“ sich als Siebter wieder nach oben orientiert, steckt Eintracht Trier als 15. mitten im Kampf um den Klassenverbleib. Jahn Regensburg verließ durch den zweiten Saison-Heimsieg dank eines Tores von Christian Kritzer (67.) die Abstiegsränge und vergrößerte die Sorgen von Trainer Frank Pagelsdorf in Osnabrück. „Man kann verstehen, dass wir enttäuscht sind. Es war klar, dass es für uns sehr schwer werden würde“, sagte Pagelsdorf. Sein Regensburger Kollege Ingo Peter reagierte verhalten: „Ich will nicht sagen, dass wir besser waren, aber wir haben gemacht, was man machen muss. Wir haben gekämpft.“

          Duisburg nur Neunter

          Der Karlsruher SC zeigte sich von der Pokalpleite bei der TSG Hoffenheim (0:4) gut erholt und verbesserte sich durch den fünften Saisonsieg auf den fünften Platz. Duisburg ist nach der ersten Heimniederlage nicht wie angestrebt Dritter sondern nur noch Neunter.

          Der FSV Mainz 05 hatte bereits am Freitag den zwischenzeitlichen Sprung an die Tabellenspitze verpaßt. Beim FC Erzgebirge Aue reichte es nur zu einem 1:1. Den Führungstreffer des Aufsteigers durch Hvida Schubitidse (36.) glich Jürgen Kramny (51.) noch aus. In einem weiteren Freitag-Spiel kam der VfB Lübeck gegen Schlußlicht LR Ahlen zum ersten Heimsieg. Jens Scharping (25./44.) und Ferydoon Zandi (65./73.) steuerten je zwei Treffer bei. Für das Team des glücklosen Trainers Stefan Kuntz hatte nur Zeljko Sopic (52.) getroffen.

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