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2. Bundesliga : Aachen stürmt an die Spitze - Bielefeld gestoppt

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Ausgerechnet der bisherige Tabellenletzte Union Berlin hat den Siegeszug von Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga gestoppt. Der Bundesliga-Absteiger verlor nach zuletzt fünf Siegen mit 0:1 bei den Berlinern.

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          Ausgerechnet der bisherige Tabellenletzte Union Berlin hat den Siegeszug von Arminia Bielefeld in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt und die Ostwestfalen von der Spitzenposition
          gestürzt. Der Bundesliga-Absteiger verlor am Sonntag nach zuletzt fünf Siegen mit 0:1 bei den Berlinern, die trotzdem auf einem Abstiegsplatz blieben.

          Neuer Spitzenreiter ist Alemannia Aachen: Die Rheinländer setzten ihren Siegeszug am 10. Spieltag mit einem verdienten 2:0-Heimsieg gegen Eintracht Trier fort. Es war bereits der fünfte Sieg in Folge für das Team von Trainer Jörg Berger, das erstmals seit dem 15.
          August 1999 wieder den ersten Platz in der 2. Liga eroberte. Die Tore erzielten Dennis Brinkmann (29.) und der von Borussia Dortmund ausgeliehene 20 Jahre alte Stürmer Emmanuel Krontiris (75.). In den Schlußminuten mußte Aachen nach der Gelb-Roten Karte für Quido Lanzaat wegen wiederholten Foulspiels mit zehn Mann auskommen.

          Bielefelds vergebliche Aufholjagd

          Die Aachener führen nach knapp einem Drittel der Saison die Tabelle mit 20 Punkten vor Bielefeld (19) und Energie Cottbus (17) an. Der Bundesliga-Absteiger könnte die Aachener allerdings mit einem Heimsieg im Top-Spiel an diesem Montagabend (20.15 Uhr/DSF und
          Premiere) gegen den FSV Mainz 05 noch von Platz eins verdrängen.

          Salif Keita war in der Alten Försterei der gefeierte Mann des Tages. Der Stürmer aus dem Senegal erzielte das Siegtor für Union bereits nach 24 Minuten. In den letzten 30 Minuten mußte Bielefeld mit zehn Mann zur am Ende vergeblichen Aufholjagd blasen, nachdem
          Marcio Borges nach einem Handspiel die Gelb-Rote Karte sah (62.).

          Nürnberg kann doch noch gewinnen

          Nach einem 0:2-Rückstand gewann der MSV Dusiburg noch mit 3:2 bei LR Ahlen. Alexander Bugera (74.), Pavel Drsek (76.) und Abdelaziz Ahanfouf (89.) trafen bei der erfolgreichen Aufholjagd gegen den neuen Tabellenletzten. Der VfL Osnabrück gewann im Aufsteiger-Duell gegen die SpVgg Unterhaching dank eines späten Siegtreffers von Benjamin Schüßler (89.) mit 2:1, es war der erste Heimsieg. Der Karlsruher SC durfte gegen zehn Spieler der SpVgg Greuther Fürth in der Nachspielzeit jubeln. Mario Eggimann erzielte nach der Gelb-Roten Karte für Mathias Surmann (66.) den Treffer zum 1:0-Erfolg des KSC.

          Rechtzeitig vor dem DFB-Pokal-Duell am Dienstag beim FC Bayern München hat auch der 1. FC Nürnberg in die Erfolgsspur zurück gefunden. Trotz einer 3:0-Führung reichte es am Freitagabend im Derby gegen Jahn Regensburg allerdings nur zu einem knappen 3:2-Erfolg.
          Trainer Wolfgang Wolf, der in der hektischen Schlußphase wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen wurde, war nach zuvor sieben sieglosen Spielen nervlich am Ende: „Die Fans wollen immer spannende Spiele sehen, aber auf so etwas können wir auch verzichten.“

          Reinigendes Gewitter in Burghausen

          Am Samstag beobachtete Wolf die Bayern beim 4:1-Sieg gegen Kaiserslautern. „Bayern ist in der Pflicht uns zu schlagen, wir haben nichts zu verlieren“, meinte er. Mann des Abends gegen Regensburg war der zweifache Torschütze Sasa Ciric, der in die Mannschaft zurück
          hgekehrt war: „Wenn wir die Gegentor am Ende der Spiele abstellen, gehören wir zum oberen Drittel der Liga“, sagte der 35-Jährige.

          In den beideren weiteren Freitagspielen trennten sich Rot-Weiß Oberhausen und der VfB Lübeck 3:3 und Wacker Burghausen besiegte Erzgebirge Aue mit 2:0. „Ein Gewitter reinigt manchmal die Luft“, erklärte Burghausens Trainer Rudi Bommer und kündigte einen heißen
          Pokal-Abend am Dienstag gegen den VfB Stuttgart an. „Wir kommen weiter, schließlich spielen wir zu Hause und haben das Publikum im Rücken.

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