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2:3 gegen Nürnberg : Freiburgs Hoffnungen in wenigen Minuten zerstört

  • Aktualisiert am

So leicht ließ sich Marek Mintal nicht bremsen Bild: AP

Marek Mintal hat Nürnberg im Abstiegskampf mit seinen Toreneinen wohl vorentscheidenden Sieg beschert. Der Slowake erzielte in der 85. Minute und in der Nachspielzeit (90+1) die Treffer zum 3:2-Sieg beim SC Freiburg.

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          Marek Mintal hat mit zwei späten Treffern die minimalen Hoffnungen des SC Freiburg auf den Klassenerhalt zerstört und zugleich seinem 1. FC Nürnberg Luft im Abstiegskampf verschafft.

          Die Franken gewannen das Kellerduell beim badischen Schlußlicht glücklich 3:2 (1:1) dank des Torinstinkts ihres slowakischen Stürmers. „Wichtig ist, daß wir drei Punkte geholt haben“, stellte der Top-Torjäger der Fußball-Bundesliga seinen entscheidenden Anteil am fünften Nürnberger Auswärtserfolg in den Hintergrund. „Jetzt brauchen wir noch drei Siege zur endgültigen Rettung.“

          Auch Stocker brachte Freiburg kein Glück

          Neuzugang Samuel Koejoe mit seinem ersten Saisontreffer (7.) und Zlatan Bajramovic (59.) trafen für Freiburg. Lars Müller (23.) und Mintal (85./90.+1) mit seinen Saisontreffern 20 und 21 waren vor 20.700 Zuschauern im badenova-Stadion für den „Club“ erfolgreich. SC-Präsident Achim Stocker schaute sich nach zehn Jahren erstmals wieder ein Spiel seiner Mannschaft im eigenen Stadion an.

          Beiden Teams war die Angst vor dem drohenden Abstieg deutlich anzumerken, so daß die Partie auf keinem berauschenden Niveau stand und es kaum spielerische Höhepunkte gab. „Wir haben gewonnen, aber unverdient. Es war kein gutes Spiel“, räumte Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf ein. „Entscheidend sind die drei Punkte, aber ich bin sehr enttäuscht, da meine Mannschaft nicht abgerufen hat, was sie kann.“ Sein Kollege Volker Finke sagte niedergeschlagen: „Es tut weh, was passiert ist.“ Auf Grund der Art und Weise, wie sein Team aufgetreten sei, könne er mit ihm „nicht hart ins Gericht gehen“. Der Freiburger Trainer stellte klar, daß er nicht an Rücktritt denke und den SC im Abstiegsfall sofort wieder in die Bundesliga zurückführen will.

          Befreiungsschlag für Freiburg

          Der Tabellenletzte begann zwar couragiert, wurde aber mit zunehmender Spieldauer vor dem Seitenwechsel immer unsicherer in der Defensive. Nürnberg stellte sich dagegen immer besser auf Freiburg ein und kam stärker auf. Die frühe Führung durch Koejoe wirkte zunächst wie ein Befreiungsschlag für Freiburg. Nach einem Paß von Alexander Iaschwili setzte sich der in der Winterpause gekommene Niederländer geschickt durch und erzielte in seinem vierten Bundesliga-Einsatz seinen ersten Treffer. Iaschwili bot sich noch die Chance zum 2:0 (22.).

          Dann waren aber die Franken am Zug. Nach Lars Müllers Ausgleich (23.), bei dem ausgerechnet Koejoe den Ball noch abfälschte, wurden die Gäste immer mutiger. Markus Schroth und Marek Mintal vergaben nach Freiburger Abwehrschnitzern innerhalb von Sekunden eine Doppelchance zum 2:1 (36.). Eine Flanke von Maik Wagefeld lenkte SC-Verteidiger Otar Chisaneischwili an die Querlatte (44.), so daß das Remis zur Pause für die Platzherren sogar etwas glücklich war.

          Im zweiten Durchgang hatte der SC deutlich mehr Spielanteile. Verdienter Lohn der Steigerung war die erneute Führung durch Bajramovic. Dennis Kruppke trug dazu mit seiner glänzenden Vorarbeit entscheidend bei. Wenig später hätte Regisseur Soumaila Coulibaly alles klar machen müssen, aber Dirk Langerbein verhinderte mit einem Reflex das 1:3 (61.). Gegen Roda Antar rettete der „Club“-Torhüter erneut in höchster Not (72.), nachdem der Libanese zunächst nur den Pfosten getroffen hatte. Dann schockte Mintal die Freiburger mit seinen späten Treffern und stellte so den Spielverlauf auf den Kopf.

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