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2:3 gegen Hertha : Wolfsburg verliert gegen Marcelinho

  • Aktualisiert am

Josip Simunic freut sich mit Marcelinho (r.) Bild: REUTERS

Dank des überragenden Marcelinho hat Hertha BSC die Heimserie des VfL Wolfsburg nach sechs Siegen in Serie gebrochen. Durch drei Tore des Brasilianers gewannen die Berliner 3:2.

          2 Min.

          Mittelfeldstar Marcelinho von Hertha BSC hat den sportlichen Höhenflug des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gestoppt. Der Brasilianer erzielte am Samstag alle drei Gäste-Tore beim 3:2 (2:0) der Berliner vor 23.886 Zuschauern in der Volkswagen Arena. „Für seine Leistung gibt es nur ein Prädikat: Weltklasse“, lobte Hertha-Manager Dieter Hoeneß den überragenden Auftritt seines
          Mittelfeld-Regisseurs.

          Die Treffer von Pablo Thiam (50.) Thomas Brdaric (68.) konnten die erste Niederlage der „Wölfe“ nach sechs Heimsiegen in Folge nicht verhindern. Die Niedersachsen verloren durch die Pleite vorerst den Anschluß an Tabellenführer Bayern München. „Wir haben heute zu
          viele individuelle Fehler gemacht. Herthas Sieg war nicht unverdient“, gestand Trainer Erik Gerets.

          Auch die Chefetage der Wolfsburger war einen Tag vor der Inthronisierung von Ex-Nationalspieler Thomas Strunz als neuen Sportdirektor für den im August zurückgetretenen Peter Pander alles andere als zufrieden. „Wir haben uns selbst geschlagen und eine glänzende Ausgangsposition vor den letzten drei Spielen bis zur Winterpause zerstört“, kritisierte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs.

          Berlin mit besserem Start

          In einer von beiden Mannschaften offensiv geführten Partie erwischten die Berliner, bei denen Guiseppe Reina entgegen der Ankündigung zunächst ebenso nur auf der Bank saß wie Fredi Bobic, den besseren Start. Bereits nach zwölf Minuten tauchte Gilberto nach einem Konter über die linke Seite gefährlich vor dem VfL-Tor auf. Keeper Simon Jentzsch konnte dessen plazierten Schuß aber im letzten Moment noch zur Ecke lenken.

          Nur vier Minuten später war aber auch Jentzsch machtlos. Hans Sarpei verlor im defensiven Mittelfeld den Ball an Marcelinho. Der Brasilianer bedankte sich, lief los, umkurvte Wolfsburgs Torhüter und schoß überlegt zu seinem achten Saisontreffer ein. Noch vor der Pause hätte Herthas Regisseur nachlegen können, aber im erneuten Duell mit Jentzsch zögerte er zu lange (35.).

          Thiam sorgt für Spannung

          Zu diesem Zeitpunkt hatte VfL-Trainer Erik Gerets bereits auf die ungenügenden Offensivbemühungen reagiert und Nationalspieler Thomas Brdaric für „Unglücksrabe“ Sarpei eingewechselt. Die Maßnahme zahlte sich allerdings erst in der Schlußphase der ersten Halbzeit aus, als Pablo Thiam (42.) und Brdaric (44.) zwei hochkarätige Möglichkeiten für die wieder mit dem zuvor gesperrten Regisseur Andres D'Alessandro angetretenen Hausherren hatten, diese aber vergaben.

          Was Marcelinho vor dem Wechsel noch verwehrt geblieben war, holte er unmittelbar nach Wiederanpfiff nach. Der neunte Saisontreffer bedeutete aber auch jetzt keine Vorentscheidung, weil die „Wölfe“ mit einem wunderschönen 16 Meter-Schuß von Thiam in den linken Winkel sofort zurückschlugen. Danach starteten der VfL zwar noch einen Sturmlauf, dem aber erneut der überragende Marcelinho den Wind aus den Segeln nahm.

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