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2:2 gegen Freiburg : Schlechtes Ende für Hannover trotz Blitzstart

  • Aktualisiert am

Freiburgs Diarra stoppt Wallner Bild: dpa/dpaweb

Im ersten Heimspiel in der fertiggestellten AWD-Arena führte Hannover 96 nach acht Minuten bereits 2:0 gegen Freiburg, mußte sich schließlich aber mit einem Unentschieden zufriedengeben.

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          Hannover 96 hat trotz des schnellsten Doppelpacks der Saison einen Sieg zur Stadion-Premiere leichtfertig verspielt.

          Zwei Treffer des Tschechen Jiri Stajner in der 2. und 8. Minute reichten den Niedersachsen am Sonntag nicht zum Erfolg gegen den SC Freiburg, der durch den eingewechselten Regis Dorn (59.) und Ellery Cairo (73.) noch zum 2:2 (2:0) kam. Mit einem Spiel Rückstand rutschte Hannover, das den sicheren Heimsieg fahrlässig aus der Hand gab, in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf den vorletzten Platz. Die nach dem Wechsel mutig und kampfstark auftrumpfenden Freiburger rückten weiter ungeschlagen auf Rang acht vor.

          „Unsere AWD-Arena soll eine Festung werden“, gab 96-Trainer Ewald Lienen als Losung vor dem ersten Auftritt im noch nicht restlos fertiggestellten Stadion aus. Ohne Torjäger Thomas Christiansen ließ er sein Team auflaufen. Der Däne hatte den Coach öffentlich kritisiert und durfte unter dem Jubel der 30.000 Zuschauer erst nach 70 Minuten für den Österreicher Roman Wallner auf den Rasen, der sein Bundesliga-Debüt feierte und neben Leandro und Stajner stürmte.

          Die noch unbesiegten Freiburger reisten trotz Personalsorgen optimistisch nach Niedersachsen, wo sie in Wolfsburg zuletzt ihre Auswärtsschwäche abgelegt hatten. Trainer Volker Finke mußte auf die verletzten Zlatan Bajramovic und Soumaila Coulibaly verzichten. Dagegen konnte Levan Tskitischwili spielen. In der Abwehr, in der Neuzugang Seyi Olajengbesi wegen eines Kreuzbandrisses noch Wochen fehlen wird, vertraute der Niedersachse Finke zunächst auf eine Viererkette.

          Doch diese Maßnahme ging schief. Schon nach acht Minuten war die Partie scheinbar gelaufen. Keine 70 Sekunden waren gespielt, als nach einem Leandro-Freistoß der Freiburger Bruno Berner nicht entscheidend klären konnte und Stajner per Kopf verwandelte. Nur sechs Minuten später war es wieder der Tscheche, dem seine Eskapaden den Stammplatz bei 96 und eine Nominierung für das Team des EM-Halbfinalteilnehmers gekostet hatten, der nach Tarnats Flanke und Freiburger Konfusion mit links zum zweiten Mal erfolgreich war.

          Nach einer halben Stunde legten die Freiburger ihre Nervosität ab. Doch die große Gegenwehr blieb zunächst aus. Auch einen Fehler von 96-Abwehrriese Per Mertesacker konnte Roda Antar an seinem 24. Geburtstag nicht nutzen. Nach dem Wechsel stellte Finke auf Dreierkette um und brachte in Dorn einen weiteren Stürmer. Ein Wechsel mit Folgen: Zunächst bedankte sich der Franzose mit dem Anschlußtreffer. Dann war es Cairo, der den Freiburgern per Kopf das verdiente Unentschieden sicherte.

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