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2:1 in Dortmund : Brdaric besiegt Borussia

  • Aktualisiert am

Aufbruch sieht anders aus: Dortmunds Trainer Marwijk Bild: dpa/dpaweb

Aus zwei Chancen machte der sonst unauffällige Angreifer vor den Augen von Nationalmannschafts-Manager Bierhoff zwei Treffer. Thomas Brdaric ist mit mit Wolfsburg in Dortmund ein Traumeinstand gelungen.

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          Neuer Trainer, altes Leid. Bei Borussia Dortmund ist die durch Bert van Marwijk erzeugte Aufbruchstimmung bereits nach dem ersten Spieltag verpufft. Allein der Anblick des niederländischen Fußball-Lehrers nach der unglücklichen 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg durch den Doppelschlag von Nationalspieler Thoams Brdaric (43./64.) gab die Gemütslage beim kriselnden Revierclub wieder. Mit hängenden Schultern und ratlosem Blick suchte der neue Trainer nach Erklärungen für den kapitalen Fehlstart: „Es gab nicht viele Tage als Trainer, an denen ich so enttäuscht war wie heute. Unglaublich, daß wir dieses Spiel verloren haben.“

          Was als Neubeginn geplant war, endete mit altbekannten Klageliedern. Bereits nach dem ersten Spieltag hat sich die Borussia in eine problematische Lage manövriert, die wenig Gutes verheißt. Zwar präsentierte sich das Team vor 71 000 Zuschauern im Duell der UI-Cup-Versager merklich lebhafter als noch in der vergangenen Saison, brachte sich aber durch den fahrlässigen Umgang mit Torchancen um den Lohn der Arbeit. Selbst die Führung durch Ewerthon (30.) verschaffte keine Sicherheit. Tomas Rosicky übte Selbstkritik: „Wir haben Geschenke verteilt. Ich allein hätte heute fünf Tore schießen müssen.“

          „Schön, daß ich mich so präsentieren konnte“

          Wie man es besser kann, zeigte Brdaric. Aus nur zwei Chancen machte der bis dahin unauffällige Wolfsburger Angreifer vor den Augen des neuen Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zwei Treffer. Damit empfahl er sich für eine Einladung zum kommenden Länderspiel der DFB-Elf am 18. August in Österreich. „Schön, daß ich mich in seinem Beisein so präsentieren konnte“, meinte der überglückliche Angreifer. Während der Woche galt der Einsatz von Brdaric noch nicht als sicher. Wolfsburger Fans spekulierten bereits mit einem Platz auf der Bank für den Stürmer. Doch obwohl ihn Trainer Erik Gerets dann auf die ungeliebte Außenposition beordert hatte, war Brdaric in den entscheidenden Momenten im Angriffszentrum zur Stelle.

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          Marwijk ohne Vollstrecker

          Solch ein Vollstrecker hätte van Marwijk zu einem erfolgreichen Bundesliga-Debüt verhelfen können. Statt dessen hat sich die ohnehin schwierige Situation beim BVB drei Wochen nach dem peinlichen UI-Cup- Aus gegen Genk weiter zugespitzt. Setzt es am kommenden Spieltag in Mönchengladbach erneut eine Niederlage, droht dem finanziell angeschlagenen Branchenriesen eine weitere Problemsaison mit folgenschweren Rückschlägen. Solchen Spekulationen trat Nationalspieler Sebastian Kehl entgegen: „Dieser Partie kann man auch positive Seiten abgewinnen. Bald zeigt unsere Kurve wieder nach oben.“

          Von besseren Zeiten träumt auch Gerets. Mit dem ersten Sieg einer Wolfsburger Mannschaft im Westfalenstadion steigen die Chancen, daß sein Wunsch in Erfüllung geht. „Einen besseren Start kann man sich nicht wünschen“, sagte der Gäste-Trainer. Doch vom Format eines etwaigen UEFA-Cup-Aspiranten war sein Team zumindest spielerisch noch weit entfernt. In der ersten Freude über das 2:1 sah der Belgier großzügig darüber hinweg: „Wir haben drei Punkte gewonnen, weil wir bis zum Umfallen gekämpft haben.“

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