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2:1 gegen Rostock : Versöhnlicher Abschluß der BVB-Chaos-Saison

  • Aktualisiert am

Die Saisonanalyse der Fans Bild: dpa/dpaweb

Borussia Dortmund feiert mit dem Erreichen eines UI-Cup-Platzes das Happy-End einer turbulenten Spielzeit. Durch das 2:1 über Rostock sicherten sich die sogar von einer Insolvenz bedrohten Westfalen die Chance auf den Uefa-Cup.

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          Die beste Rückrunde der Club-Geschichte hat Borussia Dortmund zwar nicht in den Uefa-Cup, aber zurück in die Herzen der Fans verholfen. Am Ende einer denkwürdigen Saison mit zwischenzeitlicher Insolvenz- und Abstiegsgefahr sorgte der Revier-Club beim 2:1 (0:1) über Hansa Rostock für einen versöhnlichen Schlußakkord.

          Dank der Tore von Marc-André Kruska (52.) und Jan Koller (67.) verteidigte die Borussia am Samstag vor 80.500 Zuschauern im Westfalenstadion den 7. Tabellenplatz. Für die zwischenzeitliche Führung der starken Gäste hatte Marco Vorbeck (15.) gesorgt.

          Van Marwijk: „Das gibt Vertrauen für die Zukunft“

          Der Traum von einer direkten Qualifikation für den Uefa-Cup blieb bei zwei Punkten Abstand zum Sechsten Bayer Leverkusen jedoch Wunschdenken. Stattdessen muß der Revierclub nun versuchen, das Ziel über den Umweg UI-Cup zu erreichen. Trainer Bert van Marwijk ist zuversichtlich, daß sich der BVB nicht ähnlich blamiert wie bei seiner letzten UI-Cup-Teilnahme: „Obwohl wir in den letzten drei Spielen nicht gut waren, haben wir alle drei Spiele gewonnen. Das beweist, die Spieler sind mental stärker geworden. Das gibt Vertrauen für die Zukunft.“

          Wehmütig verabschiedete sich sein Gegenüber Jörg Berger aus der Bundesliga: „Dieser Tag hat weh getan. Wenn man vor 80.000 spielt und dabei an die Zweite Liga denken muß, ist das kein schönes Gefühl“, sagte der Trainer des Absteigers.

          Weidenfeller wieder stark

          Die in Dortmund nach dem Derbysieg gegen Schalke vorherrschende Euphorie war zunächst allerdings schnell verfolgen: Der BVB erspielte sich zwar von Beginn an ein deutliches Übergewicht und passable Chancen, wurde aber beim ersten ernst zu nehmenden Angriff des Gegners kalt erwischt. Nach schöner Flanke von Rene Rydlewicz markierte Vorbeck per Direktabnahme aus 10 Metern die frühe Führung.

          Dieser Treffer machte der Borussia schwer zu schaffen: Der Schwung der ersten Spielminuten wich verkrampftem Spielaufbau. Sichtlich konsterniert suchten die Gastgeber vergeblich nach Wegen, um die Rostocker Deckung zu überwinden. Mit zunehmender Spielzeit witterte Hansa deshalb Morgenluft: Nur der Reaktionsschnelligkeit von Roman Weidenfeller war es zu verdanken, daß die trotz aller Personalnöte kreativeren Rostocker nicht auf 2:0 erhöhten: Bei einem Schuß von David Rasmussen (26.) war der BVB-Keeper zur Stelle.

          Auch nach der Pause wirkte die Borussia zunächst wie gelähmt. Gleich zwei Mal binnen zwei Minuten verpaßte Hansa-Angreifer Rade Prica (47./49.) die frühe Vorentscheidung. Erst das erste Bundesliga-Tor von Kruska erweckte den BVB zu neuem Leben. Der sehenswerte Fernschuß des 17 Jahre alten Mittelfeldspielers wirkte wie Medizin: Fortan dominierte der BVB das Geschehen und kam durch den 15. Saisontreffer von Koller zum glücklichen 2:1. Danach war der Widerstand des tapferen Absteigers gebrochen.

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