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2:0 in Dortmund : Hannover bleibt mit Neururer erfolgreich

  • Aktualisiert am

Neururer freut sich mit Brdaric Bild: dpa/dpaweb

Hannover 96 befindet sich mit dem neuen Trainer Peter Neururer weiter im Aufwind. Auch im dritten Spiel unter seiner Regie blieben die Niedersachsen ungeschlagen und feierten mit dem 2:0 in Dortmund den zweiten Sieg hintereinander.

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          Borussia Dortmund hat den möglichen Sprung auf einen Uefa-Cup-Platz verpaßt. Nach zuletzt zwei Siegen und positiven Schlagzeilen über die beachtliche Entwicklung der jungen Mannschaft mußte das Team von Trainer Bert van Marwijk am Samstag beim 0:2 (0:1) gegen Hannover 96 einen bitteren Rückschlag hinnehmen.

          Zwei Tage nach der offiziellen Umbenennung des Westfalenstadions in Signal Iduna Park befreiten sich die Gäste vor 72.200 Zuschauern von einem Auswärtsfluch: Beflügelt von der Arbeit des neuen Trainers Peter Neururer sorgten die Torschützen Steven Cherundolo (16.) und Christoph Dabrowski (85.) für den ersten Sieg der Norddeutschen in Dortmund seit der Saison 1964/65.

          Die Freude über den siebten Punkt in seinem dritten Spiel auf der Bank von Hannover stand Neururer ins Gesicht geschrieben: „Ich habe als Bundesliga-Trainer in sieben Spielen und Hannover 96 seit 41 Jahren nicht in Dortmund gewonnen. Deshalb kann man diesen Erfolg als historisch bezeichnen.“ Weniger euphorisch fiel das Urteil seines Kollegen van Marwijk aus. „Ich bin sehr böse. Wir haben unglaubliche Fehler gemacht“, monierte er.

          Odonkors Fehler führt zum 0:1

          Gäste-Coach Neururer vertraute derselben Mannschaft und Taktik wie eine Woche zuvor beim überzeugenden 5:1 über Kaiserslautern. Von einer vergleichbaren Kontinuität können die seit Wochen personell gebeutelten Borussen nur träumen: Neben zahlreichen Langzeitverletzten mußte BVB-Trainer Bert van Marwijk kurzfristig auf Mittelfeldspieler Sebastian Kehl (Magen-Darm-Grippe) verzichten. Die mutige 4-3-3-Taktik von Neururer machte sich früh bezahlt. Nach einem Schnitzer von David Odonkor, der sich in der Abwehr einen kapitalen Fehler leistete, war Cherundolo zur Stelle. Mit einem Flachschuss aus zehn Metern sorgte er für seinen ersten Saisontreffer und die 1:0-Führung seiner Mannschaft.

          Der frühe Gegentreffer machte der bis dahin forsch aufspielenden Borussia sichtlich zu schaffen. Es fehlte an Kreativität, um die geschickt gestaffelten Norddeutschen in Gefahr zu bringen. Nur bei einer Möglichkeit von Ebi Smolarek, der nach schöner Vorarbeit von Marc-André Kruska frei vor Gäste-Torhüter Robert Enke auftauchte (26.), war der BVB dem Ausgleich nahe.

          Auch nach der Pause fiel den Gastgebern nicht viel ein. Einzig bei einem Freistoß von Tomás Rosicky (53.) mußte Torhüter Enke eingreifen. Der Gast aus Hannover blieb mit Kontern gefährlich. In der Schlußphase warf der BVB noch einmal alles nach vorn, blieb dabei aber den Nachweis spielerischer Klasse schuldig. Für den endgültigen Knockout der Borussia sorgte Dabrowski, der nach Zuspiel des eingewechselten Jiri Stajner eiskalt verwandelte.

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