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2:0 gegen Wolfsburg : Bayern gewinnen auch ohne Kahn und Ballack

  • Aktualisiert am

Wolfsburgs Sarpei (unten) kann Lucio nicht stoppen Bild: AP

Kein Kahn, kein Ballack, neun Spieler nicht einsatzfähig - trotzdem geht Bayern München als Tabellenführer in die Länderspielpause. Santa Cruz und Lucio bescherten dem deutschen Meister ein schwer erkämpftes 2:0 gegen Wolfsburg.

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          Auch ohne Oliver Kahn und Michael Ballack hat der FC Bayern München seine Siegesserie in der Allianz Arena fortgesetzt und mit einem hart erkämpften 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga behauptet. Roque Santa Cruz brachte den deutschen Meister am Samstag vor 66.000 Zuschauern mit seinem Kopfballtreffer in der 67. Spielminute auf die Siegerstraße. In der Schlußminute machte Abwehrspieler Lucio den vierten Sieg im vierten Liga-Heimspiel für die Münchner perfekt.

          „Gott sei Dank haben wir diese 90 Minuten mit drei Punkten überstanden“, sagte Trainer Felix Magath: „Es war gut, mit einem Sieg in die Länderspiel-Pause zu gehen.“ Eine Schrecksekunde für es für Magath schon vor dem Anpfiff: Nach Ballack (Oberschenkelverhärtung und grippaler Infekt), Martin Demichelis (Rücken) und Bixente
          Lizarazu (Muskelfaserriß) fiel auch noch Kapitän Kahn aus. Der Nationaltorhüter mußte wegen einer Stauchung am rechten Knie nach dem Aufwärmen passen. Weil auch U 21-Auswahlkeeper Michael Rensing (Schulter) verletzt ist, mußte für Kahn der mit 38 Jahren älteste Bundesliga-Profi Bernd Dreher ins Bayern-Tor.

          „Es war Not am Mann - einer mußte schließlich rein“

          In seinem ersten Bundesligaspiel seit dem 10. März 2001 (2:0 gegen Energie Cottbus) zeigte der Vorruheständler keinerlei Nerven, sondern strahlte Sicherheit aus. „Früher war ich nervös“, meinte Dreher nach
          seinem geglückten Comeback und scherzte: „Es war Not am Mann - und einer mußte schließlich rein.“ Ernsthaft geprüft wurde er nicht. Das Glück des Tüchtigen hatte der Routinier in der 57. Minute, als VfL-Stürmer Steve Marlet nach Flanke von Alex nur den Pfosten traf. „Um in München zu punkten, muß man seine Chancen nutzen“, ärgerte sich VfL-Trainer Holger Fach nach der zweiten Saison-Niederlage.

          Gegen die mutig mit drei Spitzen antretenden Wolfsburger entwickelte sich insgesamt ein munteres und teilweise hitziges Spiel, in dem es aber lange Zeit wenig Torraum-Szenen gab. Den Bayern fehlte ohne Ballack eine klare Linie im Offensivspiel. Bei den Gästen konnte Spielmacher Andres D'Alessandro, der sich mit dem starken Jens Jeremies verbissene Zweikämpfe lieferte, die Spitzen nicht einsetzen.

          Mit Scholl kam neuer Schwung

          Gefährlichster Akteur war Roy Makaay, doch der Bayern-Torjäger hat nach seiner Knieverletzung sein Schußglück eingebüßt. In der 3. Minute wurde der Niederländer erst abgeblockt und scheiterte dann an Simon Jentzsch. Der Wolfsburger Torwart war auch unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei einem Kopfball von Makaay auf dem Posten.

          In Mehmet Scholl für Ali Karimi (50.) kam nach der Pause mehr Schwung in das Angriffsspiel der Bayern, auch wenn die Münchner zunächst auf der Gegenseite großes Glück beim Pfostenschuß von Marlet hatten. Bezeichnenderweise war es eine Ecke von Scholl, die Santa Cruz unbedrängt einköpfte. Es war das erste Bundesligator des häufig verletzten Paraguayers nach fast anderthalb Jahren. Aus den zahlreichen Münchner Konterchancen in der Schlußphase schlug erst Lucio Kapital. Der Brasilianer traf aus spitzem Winkel ins Tor.

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