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2:0 gegen Freiburg : Positives aus Dortmund

  • Aktualisiert am

Rosicky setzt sich gegen den Freiburger Mohammad durch Bild: AP

Nach einer turbulenten Woche sorgt Borussia Dortmund zumindest sportlich wieder für positive Schlagzeilen. Trotz mäßiger Vorstellung erkämpften sich die Westfalen einen 2:0 über den SC Freiburg.

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          Borussia Dortmund hat den freien Fall gestoppt und einen ersten wichtigen Schritt auf dem angestrebten Weg zur finanziellen und sportlichen Konsolidierung getan. Mit einem glanzlosen 2:0 (1:0) über den SC Freiburg wendete die Mannschaft von Trainer Bert van Marwijk am Samstag den drohenden Sturz in den tiefsten Tabellenregionen ab.

          „Ich hoffe, daß wir jetzt mit viel mehr Ruhe weiterarbeiten können. Schließlich war die vergangene Woche nicht einfach für uns“, sagte BVB-Mittelfeldspieler Sebastian Kehl in Anspielung auf die negativen Schlagzeilen nach den turbulenten Versammlungen der Mitglieder und Aktionäre wenige Tage zuvor. Bei Freiburgs Coach Volker Finke hielt sich die Enttäuschung über die unglückliche Niederlage in Grenzen. Vor allem auf Grund der zweiten Halbzeit sprach er von deutlichen Fortschritten: „Nach so einem Spiel kann man konstruktiv weiterarbeiten und muß nicht draufschlagen. Man merkt,
          unsere Substanz wird besser.“

          Vor 76.000 Zuschauern im Westfalenstadion bescherten die Torschütze Markus Brzenska (3.) und Ahmed Madouni (81.) dem am vergangenen Sonntag zum Präsidenten gewählten Reinhard Rauball einen erfolgreichen Einstand. Dagegen gerät der Gast aus Freiburg nach der fünften Auswärtsniederlage in immer größere Abstiegsnöte.

          Dortmunder Tor-Bann beendet

          Die wiederholten Appelle von Rauball an die Mannschaft im Vorfeld der Partie erwiesen sich als Motivationshilfe. Obwohl die Borussia auf neun verletzte Profis und den gesperrten Angreifer Jan Koller verzichten mußte, gelang ein Einstand nach Maß. Bereits nach zwei Minuten scheiterte der für Koller ins Team gekommene Sahr Senesie an Freiburgs Schlußmann Richard Golz. 60 Sekunden später brach Brzenska den 322 Minuten währenden Dortmunder Tor-Bann: Nach Eckball von Tomas Rosicky markierte Brzenska per Kopf seinen ersten Bundesliga-Treffer.

          Die frühe Führung gab den zuletzt verunsicherten Gastgebern zwar mehr Sicherheit, sorgte aber nur bedingt für einen Zuwachs an spielerischer Klasse. Anders als in den vergangenen Partien erspielten sie sich zumindest deutlich mehr Torchancen: Doch Senesie (30.), Madouni (31.) und Florian Kringe (44.) gingen mit ihren Möglichkeiten fahrlässig um. Der Gast beschränkte sich zumeist auf die Torsicherung, blieb aber nicht chancenlos: Bei einem Fernschuß von Levan Zkitischwili (25.) war BVB-Keeper Roman Weidenfeller zur Stelle. Elf Minuten später klärte Christian Wörns in höchster Not vor dem ehemaligen Borussen Ibrahim Tanko.

          Spielerisches Potenzial hat gelitten

          Nach der Pause befreite sich das Team von Trainer Volker Finke jedoch vom Druck und gewann gegen eine nun nachlassende Borussia mehr Spielanteile. Bei Schüssen des agilen Ellery Cairo (56./67.) wären die Freiburger beinahe für ihre forschere Gangart belohnt worden. Wie sehr das spielerische Potenzial des BVB in den vergangenen Wochen gelitten hat, stellte das Team in der 2. Halbzeit unter Beweis: Erst der Treffer von Madouni nach einer Freistoßflanke von Niclas Jensen versöhnte die BVB-Fans für eine bis dahin bescheidene Vorstellung.

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